AXEL RUDI PELL & FRIENDS / STEELER 2014

AXEL RUDI PELL & FRIENDS / STEELER
Messegelände Balingen
Open Air
Freitag, 11. Juli 2014 - 20:00 to 23:15

Auftritts-Line-up

Instrument
Vocals

Ein Headliner-Set mit mehr als drei Stunden Länge? In diesem Fall absolut berechtigt, denn es war bei Gott nicht nur einer der üblichen und bewährten Auftritte des Unternehmens AXEL RUDI PELL, den es an diesem Tag zu sehen gab, sondern sehr viel mehr. Anlässlich seines 25jährigen Bühnenjubiläums hatte der deutsche Gitarrenheld zunächst einmal seine früheren Kollegen von STEELER flott gemacht, und so präsentierten die Herrschaften, angeführt vom damaligen Frontmann Peter Burtz, als Einstieg einige Tracks jener Schaffensperiode. Den Opener 'Call Her Princess' kennt der langjährige Pell-Fan zwar noch aus der Frühzeit des Solo-Programms von Axel Rudi, mit 'Night After Night' oder auch 'Undercover Animal' wurde der hungrigen Meute allerdings auch Kost serviert, die man - wenn überhaupt – schon seit knapp dreißig Jahren nicht mehr zu Ohren bekommen hatte. Nette Geschichte, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, man hätte den STEELER-Block durchaus auch in der Mitte des Sets oder noch später bringen können.

Aber egal - Moderator „Harry“ (bekannt aus der Fernsehserie „Toto & Harry“ und seit Kindheitstagen ein Kumpel von Axel) kam bei den Ansagen ohnehin nicht aus den Superlativen heraus, denn als nächstes waren ARP ohne Jonny Gioeli am Start, der von seinen Vorgängern Rob Rock für 'Nasty Reputation' und Jeff Scott Soto für 'Warrior' und 'Fool, Fool' vertreten wurde. Klar, dass die Stimmung längst dem Anlass entsprechend auf „Party“ ausgerichtet war, sodass sich Axel und seine Mannschaft danach mühelos auf ihr reguläres Programm konzentrieren konnten. Dieses enthielt zunächst neben dem showtechnisch durch etliche Feuersäulen untermalten 'Burning Chains' das intensive 'Long Way To Go' sowie das doch ein wenig zu sehr in die Länge gezogene 'Strong As A Rock'. Es folgte die hinreißende Version des Neil Young-Klassikers 'Hey, Hey, My My' mit einer Gioeli-Glanzleistung, und auch 'Mystica' durfte nicht fehlen, wobei die an sich übliche Integration des DEEP PURPLE-Klassikers 'Mistreated' im Mittelteil diesmal leider nicht zu hören war. Doch das störte zu diesem Zeitpunkt kaum jemanden, zumal nach dem abermals zu ausgedehnten 'Into The Storm' als letzter Teil des Auftritts der Party-Faktor nochmals drastisch erhöht wurde und die angekündigten „Friends“ nach und nach auf die Bretter kamen, um zusammen mit Axel diverse Highlights der Rock-Geschichte darzubieten. Zunächst gab es jedoch noch den (zeitlich wie auch vom technischen Aufwand her übertrieben dimensionierten) 'Drum Battle' , den Bobby Rondinelli und Vinny Appice austrugen, ehe das Geschehen mit Klassikern wie 'Since You've Been Gone' (mit Graham Bonnet am Mikro), 'Long Live Rock'n'Roll' oder dem Finale 'Smoke On The Water' ein umjubeltes Ende nahm.

Walter Scheurer
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