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CLUB-SHOW am 21. Juni



VICIOUS RUMORS
ONSLAUGHT
LETHAL
AGE OF EVIL

 

AGE OF EVIL

Einen absoluten Generationen-Clash haben wir mit der kurzfristigen Buchung der Jungspunde von AGE OF EVIL verursacht, denn während der Headliner (HEAVEN & HELL aka BLACK SABBATH mit Dio) schon jenseits der 60 rockt, sind die beiden Brüderpaare von AGE OF EVIL im Durchschnitt gerade mal knapp über 16 Jahre alt, aber davon war im WOM nichts zu spüren, denn als Jeremy, Jordan, Jacob und Garrett die Bühne betraten, zockten sie wie alte Hasen! Die Songs ihres Debütalbums ‘Living A Sick Dream’ wie z.B. ‘You Can’t Change Me’, der Titelsong oder ‘A Call To Arms’ saßen unglaublich tight, und vor allem Leadgitarrist Jordan Ziff sorgte mit seinen Soli für ziemliche Begeisterung beim Publikum, das die Jungs mehr als freundlich aufnahm. Natürlich durfte auch unser ‘Metal Crusade’-Song ‘The Storm’ im Repertoire nicht fehlen. Der Funke sprang sofort über, und schnell füllte sich der Platz vor der Bühne mit begeisterten Headbangern, die Minuten zuvor noch nie etwas von AGE OF EVIL gehört hatten. Die Art und Weise, wie sich die Jungs auf der Bühne präsentierten und ihre Aufnahme beim Publikum bestätigt uns natürlich darin, auch in Zukunft talentierten jungen Acts eine Chance zu geben. Doch zu guter Letzt sollte es für Bang Your Head!!!-erfahrene Metal-Fans auch bekannte Töne zu hören geben, denn mit der Coverversion von BALLISTICs ‘Call Me Evil’ beendete das Quartett aus Arizona seinen ersten Europa-Gig. Ich bin mir sicher, daß die Band ihren Weg gehen wird, und einige werden später mit Stolz behaupten können, damals im WOM dabei gewesen zu sein!

Martin Brandt


LETHAL

Es war mit Sicherheit DAS Ereignis des Jahres für mich, als die Band, die mit ihrem 1990er-Werk ‘Programmed’ eines meiner Fave-Alben aller Zeiten erschaffen hat, beim diesjährigen Keep It True-Festival aufspielte. Die Rede ist natürlich von den US-Metallern LETHAL, die mit ihrem Killergig in Lauda-Königshofen nicht nur mich komplett aus den Latschen gehauen haben. Auch wenn Wundersänger Tom Mallicoat rein optisch mit seinem Cowboyhut und einer grausamen, kurzen Adidas-Turnhose gar nicht ging, war der Auftritt eine absolute Offenbarung, nicht zuletzt, weil Mallicoat stimmlich keinen Deut schwächer geworden war. Daß ich mir nun natürlich den mit 70 Minuten angesetzten, längeren BYH!!!-Clubgig nicht entgehen lassen konnte, ist doch selbstredend. Und auch wenn die Kentucky-Boys leider ohne ihren Gitarristen Eric Cook auskommen mußten (seine Sehnenscheidenentzündung, die ihn (unhörbar) schon beim KIT mit einem dicken Verband einschränkte, hat sich noch verschlimmert), war dies dem Auftritt nur ganz selten anzumerken. Neben der im Vergleich zum KIT-Gig noch gesteigerten Spielfreude und Bühnenpräsenz war es natürlich einmal mehr die Geoff Tate-Soundalike-Ausnahmestimme Toms, die einen geradezu umgehauen hat. Dieses Mal glücklicherweise wenigstens in ein langes Blue Jeans-Beinkleid gewandet - aber erneut mit einem albernen Hut - vollbrachte der Bursche abermals das Kunststück, die extrem hohen Vocalpassagen nahezu perfekt rüberzubringen und die Fans damit in Verzückung zu versetzen. Schade nur, daß man im schicken WOM-Club zu Hechingen nur etwa genauso lang wie beim KIT spielte, und nicht die knapp 15 Minuten mehr Zeit ausschöpfte. Aber angesichts der Setlist, die neben einem Song vom ‘Poison Seed’-Album und zwei von der ‘Your Favourite God’-EP pickepackevoll mit ‘Programmed’-Göttlichkeiten war, konnte Enttäuschung nicht einmal ansatzweise aufkommen. So beendeten LETHAL mit dem Gänsehaut-Doppel ‘Pray For Me’ (eine der besten Balladen ever!!!) und ‘Killing Machine’ einen brillanten Gig, der hoffen läßt, daß man mit dem angekündigten neuen Album an die alten Glanztaten anzuknüpfen vermag!

Hage


ONSLAUGHT

Im Gerangel des Metal-Zirkus’ lange Zeit dem Koma überantwortet, demonstrierte die 2004 auferstandene Gruppe um Gitarrero Nige Rockett nach den ebenfalls überragenden LETHAL: Sie sind es wert, auf den Brettern zu stehen, von denen aus man den Salon rocken kann. Dies begannen sie nach einem krawalligen Intro mit ‘Killing Peace’ vom gleichnamigen neuen Album und wuselten auf der kleinen Bühne der WOM-Diskothek durcheinander, daß es eine Art hatte. Fronter Sy Keeler ließ nichts anbrennen, animierte die längst aufgeheizte Meute vor der Bühne zum Mitgrölen, brachte sie aber in den „besinnlichen” Momenten wieder fix zur Ruhe - der geborene Dompteur. Doch sofort ging es weiter mit ‘Let There Be Death’ vom Longplayer ‘The Force’ aus dem Jahr 1986. Welche Band in gewisser Weise hier Pate gestanden hat, wußten viele im Rund. Denn die Briten hatten drei Jahre später mit dem AC/DC-Cover ‘Let There Be Rock’ ihren einzigen Single-Hit im UK: Platz 50. Wer dachte, nun könne es nicht mehr wilder werden, sah sich getäuscht. ‘Angels Of Death’ knallte uns in die Ohren, um nach kurzem Zwischenspiel in eine unglaubliche Version von ‘Shellshock’ zu münden. Die folgende Ansage stellte eine verbale Verbeugung vor HEAVEN & HELL dar. Doch das Quintett verharrte nicht in Ehrfurcht, sondern „opferte” seinen Göttern einen weiteren neuen Song: ‘Destroyer’. Bis zum Ende bestimmten ausschließlich Kracher das Programm, darunter ‘Metal Forces’, ’Twisted Jesus’ (wobei der Saal von „Die, Die!”-Rufen aller Maniacs vor der Bühne widerhallte) oder ‘Power From Hell’: Power pur.

Jörg Schulz


VICIOUS RUMORS

Geoff Thorpe und seine Mannen vermögen es, sowohl auf großen Bühnen (was sie am Freitag unter Beweis stellten) als auch in heimeliger Clubatmosphäre zu überzeugen. Da zudem der Zeitplan eingehalten wurde und die Truppe kurz nach Mitternacht die Bühne enterte, waren die Metal Maniacs noch in ausreichender Zahl vertreten, um ordentlich Alarm zu machen. Das fiel allerdings zunächst schwer - nicht etwa, weil man ONSLAUGHT nichts entgegenzuhalten gehabt hätte, sondern wegen eines durch das Equipment bedingten Fehlstarts. Nach der Beseitigung des Fehlers hieß es „neues Spiel - neues Glück”. Nun stellten sich auch erste Vorboten der erwarteten Stimmung ein. Spätestens beim dritten Track ‘Dying Every Day’ hatte man sich warm gespielt. Endlich ging wirklich die Post ab. Uralt-Stücke wie ‘Don’t Wait For Me’ aus dem Jahr 1990 wurden bis in die hinteren Reihen komplett mitgesungen, so daß Mr. Thorpe wenig später feststellte: „You can’t kill Rock ‘n’ Roll!”. Auch im Rahmen dieser Show gab es eine Hommage an die Herren Dio, Iommi, Butler und Appice. Man stellte nämlich fest, daß alle Mitglieder der Band große Fans von BLACK SABBATH seien und sich daher besonders auf den nächsten Abend freuten. Dann bretterte man mit ‘Minute To Kill’ wieder mächtig los. Höhepunkt war hier das Twin Guitar Solo der Herren Thorpe und Gillis. Währenddessen machte Spaßvogel Larry Howe hinter seinem Drumkit einmal mehr so viele Faxen, daß man glauben konnte, er müsse sich absolut nicht konzentrieren. Etwas ernsthafter agierten die Jungs bei ‘Soldiers Of The Night’. Diesen Track hatten sie nämlich vor 20 Jahren zum letzten Mal gespielt. Damals allerdings war Sänger James Rivera noch gar nicht dabei, weshalb er es vorzog, den Text abzulesen. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Nicht zuletzt deshalb entschloß sich die Gruppe, mit dem eigentlich nicht geplanten ‘Lady Took A Chance’ noch einen draufzusetzen. Hat geklappt!

Jörg Schulz







FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2007


 

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