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BYH!!!-Impressionen auf YouTube
Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.

BYH!!! Impressionen 2009 auf YuTube



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BYH!!! Rückblick 2007
BYH!!!-Freitag, 22. Juni
 


HEAVEN & HELL
AMON AMARTH
THUNDER
DARK TRANQUILLITY
EVERGREY
VICIOUS RUMORS
LETHAL
PRAYING MANTIS
GIRLSCHOOL
WOLF
ADRAMELCH

 





ADRAMELCH

Wie nun schon mehrfach geübt, mußten wir auch 2007 zwei kurzfristige Billingänderungen vornehmen: Sehr zu unserem Bedauern zogen STEELHEART ihre Zusage, beim diesjährigen Bang Your Head!!! aufzutreten, zurück. Doch in Gestalt von LETHAL konnten wir ein schlicht überragendes „Flickstück“ gewinnen, die uns sowohl bei der Warm-up-Show als auch auf der großen Bühne mit ihrer genialen Mucke verzauberten. Auf den allerletzten Drücker sollten dann auch noch VIOLENT STORM ausfallen, doch erneut konnten wir innerhalb eines Wimpernschlages einen mehr als gleichwertigen Ersatz finden: die italienischen Prog-Ikonen ADRAMELCH. Darf man Augenzeugen glauben, die VIOLENT STORM noch wenige Tage zuvor bei einigen Auftritten gesehen hatten und von teils desaströsen Leistungen der Kapelle um Ex-BLACKMORE’S NIGHT- und MALMSTEEN-Basser Mick Cervino berichteten, sollte das BYH!!!-Billing mit diesem Tausch sogar deutlich aufgewertet werden... ADRAMELCH zockten sich einmal quer durch ihre Karriere - angefangen beim legendären Erstling ‘Irae Melanox’ von 1988 über den viel zu spät veröffentlichten Zweitling ‘Broken History’ (2005!) bis hin zur neuen, noch unveröffentlichten Nummer ‘The Tides Of My Soul’ - und bereicherten damit das Festival um die Progressive-Komponente, die man ansonsten schmerzlich vermißt hätte. Einen Sondergummipunkt erhalten unsere italienischen Freunde noch dafür, daß sie den nach ihnen spielenden - wie immer perfekt durchorganisierten... - WOLF mit einigen Drumsticks aushalfen, so daß sich die armen Wölfe nicht ganz „taktlos“ durch ihren Auftritt manövrieren mußten...

Stefan Glas


WOLF

Nicht gerade einen Deal mit Petrus hatten WOLF abgeschlossen, denn fast zeitgleich mit dem Beginn ihres Auftritts setzte strömender Regen ein, der die meisten Schönwetter-Metaller zurück in die Zelte trieb. Doch der verbliebene Rest feierte mit den Schweden eine zünftige Party und bereute es sicher nicht, in den rund 40 Minuten bis auf die Knochen durchnäßt zu werden - schließlich war der ‘Steelwinged Savage Reaper’ in town, und auch wenn die Mannen um Niklas Olsson angesichts der frühen Stunde anfangs noch etwas hüftsteif wirkten, kamen mit zunehmender Spieldauer auch die gewohnt lockeren Metal-Posen voll zur Geltung. Vor allem Basser Mikael Goding zeigte sich solidarisch mit der Meute und sprintete immer wieder auf den Laufsteg, ohne sich um die heftige Dusche von oben zu kümmern. Verdammt schade, daß der sympathische Kerl einige Tage später seinen Abschied von WOLF verkündete, denn ohne ihn kommen Tracks wie ‘The Bite’ oder das mächtig abräumende ‘I Will Kill Again’ sicher nicht so gut rüber, wie es noch in Balingen der Fall war! Hier gehörte die Band definitiv zu den Highlights des Tages, die mit Stoff wie ‘Evil Star’ oder ‘Children Of The Black Flame’ Heavy Metal in seiner reinsten Form zelebrierte und mich erneut durch ihre Spielfreude bis zum bitteren (oder sagen wir lieber feuchten...) Ende vor der Bühne hielt. Und die Tatsache, daß etliche Fans das gleiche dachten und im Geiste Chuck Billys altes „Fuck the rain“-Zitat befolgten, stellte eindrücklich unter Beweis, daß WOLF sich mit diesem fulminanten Auftritt für höhere Weihen empfohlen haben...

Martin Römpp


GIRLSCHOOL

Leider regnete es immer noch in Strömen, als die wohl beste All Girl Group aller Zeiten die Bühne des BYH!!! betrat. Die vier britischen Mädels ließen sich aber von der Nässe nicht beeindrucken und rockten gutgelaunt los. Erstaunlich, daß sich der Platz trotz des heftigen Niederschlags immer mehr füllte. Nach ein paar Songs hatte der Metal God dann doch ein Einsehen, und es hörte auf zu regnen. Das nutzten die Damen um Frontlady Kim McAuliffe sofort und packten einen Klassiker nach dem anderen aus. In den Songpausen machten sie sich sogar einen Spaß daraus, sich über ihre Frisuren und Make-ups zu unterhalten. Diese positive Stimmung schlug sofort auf das Publikum über und die Menge feierte GIRLSCHOOL ab wie nix. Im Gegensatz zu dem guten, aber etwas hüftsteifen Auftritt am Headbangers Open Air letztes Jahr, kamen die Songs auch etwas druckvoller und mit etwas mehr Tempo rüber. Als dann auch noch ‘Emergency’ eingeläutet wurde, gab es kein Halten mehr. GIRLSCHOOL hatten es geschafft, aus der deprimierenden Regenstimmung eine Metal-Party par excellence zu machen. Wieder einmal haben sie bewiesen, daß sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Ähnlich wie MOTÖRHEAD scheinen die Damen von der Insel mitten in ihrem zweiten Frühling zu sein, denn anders kann man diese Hammershow nicht erklären. Noch heute zeigen GIRLSCHOOL den jungen Rotz Rock-Combos, wo der Hammer wirklich hängt. Bitte mehr davon!

Oliver Weinsheimer


PRAYING MANTIS

Nachdem mit den vier GIRLSCHOOL-Damen zuvor bereits legendäre britische Rock ‘n’ Roll-Urgesteine auf der Bühne gestanden waren, ließen sich die männlichen Vertreter dieser Spezies nicht lange bitten. Und PRAYING MANTIS, die in unseren Gefilden schon lange nicht mehr live zu bewundern gewesen waren, machten ihre Sache im Verlauf der folgenden 45 Minuten richtig gut! Die Formation um die Troy-Brüder Tino (g) und Chris (b) zeigte sich spielfreudig, gutgelaunt und hatte ein buntes Sträußchen Melodien geschnürt, das sowohl für Fans der Anfangstage als auch für Liebhaber der jüngeren Bandtaten einiges zu bieten hatte. ‘Children Of The Earth’, ‘Can’t See The Angels’, ‘Cry For The New World’ - die Mischung macht’s, und die stimmte hier definitiv! Erstaunlich gut in Form zeigte sich dabei der momentane Frontmann der Combo, Mike Freeland, der sich hinter seinen prominenten Vorgängern Gary Barden, Tony O’Hora oder Damien Wilson keineswegs verstecken brauchte und die Songs der unterschiedlichen Bandphasen problemlos intonierte - Respekt! Kein Wunder daher, daß bei dieser satten Mannschaftsleistung auch der Wettergott ein Einsehen mit den Fans vor Ort hatte und die miese Open Air-Befeuchtungsmaschine endlich abschaltete. Wie sich später übrigens herausstellte, hatte die Band auch abseits der Bühne absolut keine Berührungsängste. Die in Würde ergrauten Herren zeigten sich an beiden (!) Tagen an so manch einem Bierstand zum Small Talk mit den Fans aufgelegt, was ihnen zusätzliche Sympathiepunkte einbrachte!

Peter Engelking


LETHAL

Nach dem legendären Gig beim Keep It True 8 war die Meßlatte natürlich sehr hoch für die amerikanischen Power Metaller LETHAL. Leider konnte Gitarrist Eric Cook nicht mit zum Bang Your Head!!! anreisen, und so mußte die Band mit nur einem Gitarristen auf die Bühne. Zum Glück merkte man den Unterschied wirklich kaum, denn Erics Bruder Glen füllte die Gitarrenlöcher mit seinem Baß gnadenlos aus. Weiterhin mußte man zweimal hinsehen, um den anderen Gitarristen Dave zu erkennen, da der sich spontan mal die Haare abgesäbelt hatte. Erste Erkenntnis aber war, daß Sangesgott Tom Mallicoat zum Glück seine 80er Jahre-Turnhose zu Hause gelassen und sie gegen eine schwarze Jeans eingetauscht hatte. Der Cowboyhut bleibt aber immer noch das Merkmal des einzigartigen Sängers, der mit Abstand die beste Gesangsperformance des gesamten Festivals bot. Dieser Mann singt alles in Grund und Boden, und das mit einer wahrhaft mitreißenden Hingabe. Die Setlist bestand im großen und ganzen aus den selben Songs wie beim KIT, war aber wegen der kürzeren Spielzeit natürlich etwas zusammengestaucht worden. Als gegen Ende die beiden ‘Programmed’-Klassiker ‘Immune’ und ‘Killing Machine’ durch die PA drangen, hatten LETHAL wieder einmal bewiesen, wie perfekter US-Metal auszusehen hat. Lediglich die Ansagen von Tom waren wieder einmal sehr strange und irgendwie hat sie wohl auch keiner verstanden, aber im Endeffekt ist das vollkommen egal, denn seine gesangliche Leistung war nicht von dieser Welt. Wir warten auf das neue Album!

Oliver Weinsheimer


VICIOUS RUMORS

Nach dieser Hammershow von LETHAL standen die altgedienten VICIOUS RUMORS natürlich unter Zugzwang. Gitarrist Geoff Thorpe ließ ja schon im Vorfeld die Setlist des Gigs veröffentlichen, die aber leider nicht ganz eingehalten wurde, denn ‘Lady Took A Chance’ war beispielsweise auf einmal nicht mehr im Programm. Trotzdem gelang den Jungs mit ihrem neuem Sänger James Rivera (HELSTAR) mit ‘Digital Dictator’ und ‘Minute To Kill’ ein super Einstand. Bei den beiden Songs vom ‘Soldiers Of The Night’-Album mußte James leider den Text vom Blatt ablesen, was meiner Meinung nach etwas unnötig war, da es ungeheuer viel Tempo aus der Performance nahm. Dafür war Mister Rivera bei all den anderen Songs immer top bei Stimme, obwohl ich immer noch der Meinung bin, daß James nicht die Ideallösung für VICIOUS RUMORS ist, da ich mit seiner Stimme immer nur HELSTAR verbinde. Aber ich will nicht jammern, die Band bot eine tolle Vorstellung, auch wenn mir der kurze Gig beim zehnten BYH!!! doch noch eine Ecke besser gefallen hat. Taktisch ungünstig war es zudem, als Zugabe das unsägliche ‘Mr. Miracle’ anstatt eines Klassikers auszupacken. Ansonsten war alles im Lot, die Fans hatten ihren Spaß, und wir können uns auf die VICIOUS RUMORS/AGENT STEEL-Tour im Herbst freuen, die aber leider mit nur zwei Gigs unter der Woche Deutschland streift. Die Bands sind ihr Geld aber auf jeden Fall wert.

Oliver Weinsheimer


EVERGREY

Manch einer mag sich verwundert die Augen gerieben haben, denn irgendwas hatte sich bei den Schweden verändert: Statt Fredrik Larsson, der in den Schoß von HAMMERFALL zurückgekehrt war, stand ein Bassist auf den Brettern, der sich optisch drastisch vom Rest der Truppe abhob. Mit modischem Kurzhaarschnitt und Porno-Sonnenbrille hätte der Herr eher zu einer Aufreißer-Hardrock-Combo denn zu den progressiven Düster-Metallern gepaßt. Sei’s drum, an der Technik gab es nix zu meckern - und abgesehen von der personellen Neuerung boten EVERGREY exakt, was man von ihnen erwartet hatte und gewohnt ist. Mit druckvollem Sound ohne übertriebenen Firlefanz, aber großer Liebe zum Detail bewies das Gespann um Tom S. Englund, welch hervorragende Live-Band sie sind. Zugegeben, mitunter schienen manche Kompositionen ein wenig zu komplex für die Festivalbühne und ließen im Vergleich zum auf CD gepreßten Pendant ein wenig von ihrer unvergleichlichen Atmosphäre vermissen. Bei Nummern wie ‘A Touch Of Blessing’ aber tönten nicht nur die Keyboards glasklar, auch die Riffs saßen messerscharf. Richtig Pech hatte allerdings kurzfristig Sechssaiter Henrik Danhage bei ‘Monday Morning Apocalypse’, als sein Verstärker mitten im Song mit einem äußerst unschönen Geräusch den Dienst quittierte. Der kleine Ausfall wurde jedoch souverän überspielt, und als sich Englund mit ‘The Masterplan’ und einem herzhaften „Have a great fucking day!” verabschiedete, bestand kein Zweifel daran, gerade einen verdammt geilen Gig genossen zu haben.

Daniela Sickinger


DARK TRANQUILLITY

DARK TRANQUILLITY sind live immer ein Genuß. Bei ihrem ersten Auftritt auf dem Bang Your Head!!!-Festival blieb jedoch abzuwarten, wie die Schweden mit dem ihnen doch eher fremden Publikum zurande kommen würden. Der Einstieg gelang ihnen mit ‘Nothing To No One’, dem Opener ihres aktuellen Krachers ‘Fiction’, absolut nach Maß. Der Sound paßte, Frontmann Mikael Stanne versprühte von der ersten Sekunde seine stets ansteckende gute Laune, und seine Hintermannschaft lieferte das Fundament dazu. Martin Henriksson mutierte zum Dauerbanger, was bei seinen mittlerweile gefährlichen Dreads optisch einiges hermachte, während Bassist Michael Nicklasson die wohl größte Sonnenbrille des Festivals trug, deren Gewicht ihn ein wenig in seinem Bewegungsraum einzuengen schien. Anyway, mit Krachern der Marke ‘The Lesser Faith’ und ‘The Wonders At Your Feet’, dem überraschend früh rausgehauenen ‘Final Resistance’ oder dem atmosphärischen ‘Misery’s Crown’ konnten die Jungs von Song zu Song mehr Punkte sammeln, was sie schlußendlich sogar dazu bewog, bei dem eher melodiös ausgerichteten BYH!!!-Publikum in Form von ‘Punish My Heaven’ einen Ausflug in vergangene, extremere ‘The Gallery’-Zeiten zu wagen. So hatte sich der stets die Menge anfeuernde und mit den ersten Reihen Kontakt suchende Stanne eine kleine Ruhepause in der metallenen Hand links der Bühne redlich verdient. Und sogar ein über dem Gelände kreisender Adler (Adler?! Ja klar, der hatte es bestimmt auf die durch Balingen ziehenden Zebras oder auf der benachbarten Wiese lebenden Eisbären abgesehen... Alter!!! - Jagger) ließ sich von den härteren Klängen dieser Truppe nicht vertreiben. Well done, boys!

David Gregori


THUNDER

Balingen, der 22. Juni 2007, kurz nach 18 Uhr, die Frisur sitzt - Zeit zum Niederknien! War der erste Bang Your Head!!!-Tag bis zu diesem Zeitpunkt schon mit vielen sehenswerten Performances gespickt, so kam mit THUNDER nun eine absolute Party-Maschine auf die Bühne, die die Meute vom ersten Ton an fest im Griff hatte. Blendend aufgelegt bewiesen die Briten ein feines Fingerspitzengefühl bei der Songauswahl und servierten der gierigen Fanschar genau das, was sie erwartete: Songs zum gnadenlosen Abfeiern! Egal, ob ‘Loser’, ‘Robert Johnson’s Tombstone’, ‘Back Street Symphony’ oder ‘Low Life In High Places’ - die Band beherrscht ihr Handwerk und verbreitet live eine Stimmung, die einzigartig ist. Die Luft in den ersten zehn Reihen vor der Bühne wurde jedenfalls immer heißer und Frontmann Danny Bowes nutzte die Gunst der Stunde und präsentierte sich als Entertainer par excellence. Mal lässig über die Bretter schlendernd, mal am äußersten Rand des Laufstegs mit den weiblichen Schönheiten vor Ort flirtend, zeigte der Gute den Kollegen, wie man es richtig macht. Die Stimmung war endgültig am Siedepunkt angelangt, als THUNDER ‘Love Walked In’ anstimmten. Der Song ist und bleibt einfach der unschlagbare Hammer, und jeder, der schon einmal bis über beide Ohren verliebt war, wird bestätigen können, daß die Nummer ein Gänsehautgarant ist! Schade somit, daß die Formation bereits nach einer Stunde den Ort des Geschehens wieder verlassen mußte, denn in dieser Form hätte das Quintett gerne noch ein weiteres Stündchen dranhängen dürfen, da waren sich wohl alle einig. Lecker!

Peter Engelking


AMON AMARTH

Bereits zum dritten Mal durfte die Wikinger-Horde um Fronthüne Johan Hegg nun schon die heiligen Bretter des Bang Your Head!!! überfallen; dieses Mal gar als Co-Headliner direkt vor den mächtigen HEAVEN & HELL! Und das auch völlig zurecht, schließlich zählen AMON AMARTH mittlerweile nicht nur zu den besten Livebands der Szene, sondern auch mit zu den größten neuen Hoffnungsträgern, wenn es darum geht, zu den wenigen echten Headlinern der Festivalszene aufzuschließen. So war es kein Wunder, daß die Schweden einmal mehr vom Publikum überaus frenetisch empfangen wurden und es ihnen leicht fiel, mit einer bombigen Setlist (abgerundet durch gezielt plazierte Intros und Zwischenparts), der mitreißenden Bühnenperformance (besseres Synchron-Propellerbanging gibt’s nirgendwo), sowie einer mehr als passenden und akzentuiert opulenten Licht- und Pyro-Show jegliche Begeisterung vollauf zu rechtfertigen. Die Viking-Deather sind mittlerweile dermaßen perfekt aufeinander eingespielt und abgestimmt, daß man einerseits keinerlei Platz für Fehler, andererseits aber auch kaum Raum für Spontaneität läßt. Aber hey, solange man nicht rüberkommt wie eine choreographierte Boyband, ist noch kein Grund zur Sorge vorhanden. So entfalteten AMON AMARTH erneut ihre ganz Macht, zogen alle Register und sorgten für beste Stimmung bei den Fans - obwohl ich das Gefühl nicht ganz loswurde, daß man beim letzten Balingen-Besuch noch frenetischer bejubelt wurde. Mit dem unschlagbaren Schlußdoppel ‘Victorious March’ und ‘Dap, da-dap dap, dap’, äh sorry, ‘Pursuit Of Vikings’ machte man dann Platz für die sehnsüchtig erwarteten Herren Iommi, Dio, Butler und Appice, für die man die Meute so richtig adäquat angeheizt hatte.

Hage

HEAVEN & HELL

Ronnie James Dio und seine Mitstreiter SIND gegenwärtig BLACK SABBATH - gleichgültig, wie sie sich nennen. Schon, weil es diese Truppe nicht ohne Tony Iommi geben kann. Jener hatte sich ja schon am Beginn der Europatour eindeutig positioniert. Der Gruppenname stehe nicht zur Debatte, entscheidend aber sei das Feeling. Und hier stimme alles. Das durften die Besucher des diesjährigen Bang Your Head!!! am Freitagabend ab 21.20 Uhr erleben. Rund 90 Minuten verwöhnten uns vier wahre Künstler, obwohl der Sideman an den Tasteninstrumenten, Scott Warren, ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll, gerade weil er sich nach eigenen Aussagen ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen vorkommt. Dio erscheint vielen Zuschauern zwar als Mittelpunkt der Show, doch er drängt sich nicht in jenen und versteht es, allen Beteiligten Raum zur Entfaltung zu lassen. Diese Form der Zurückhaltung ermöglicht ein Bandgefüge, bei dem trotz der Anstrengungen einer seit März 2007 laufenden und noch bis Februar 2008 andauernden Welttournee nichts im Gebälk kracht. Um die Früchte dieses Verhaltens wurden auch die BYH!!!-Enthusiasten nicht betrogen. Da störte es nicht, daß den Setlist-Kürzungen für Europa ‘After All (The Dead)’, ‘Lady Evil’ und zwei neue Stücke zum Opfer gefallen waren. Musikalisch war dieses Konzert ein einziger Höhepunkt, aus dem man eigentlich ungern etwas herausheben möchte. Bestünde dieser Zwang, fiele die Wahl wohl auf ‘Falling Off The Edge Of The World’ und die Über-Hymne ‘Heaven And Hell’. Einen extra Bonus haben sich übrigens jene Mitarbeiter verdient, die für die Visualisierung des Ganzen verantwortlich waren. Keine langweilige Lichtshow, sondern ein einfallsreiches Konzept, intelligent umgesetzt - mit Details aus den Covers der einzelnen Platten oder sinnhaften Bildern, mit denen die Songtexte illustriert wurden. Alles in einem Wort: gigantisch!

Jörg Schulz






FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2007



Untitled Document
Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:

YouTube-Video





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