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BYH!!! Rückblick 2007
POWERWOLF Zweiter Tag, Kater, 10 Uhr morgens und schon wieder schweineheiß! So in etwa kann man die Rahmenbedingungen des Auftritts der karpatischen Wölfe um Front-Graf Attila umschreiben. POWERWOLF, ihres Zeichens einer der Newcomer des vergangenen Jahres, hatten es wirklich nicht leicht. Nur ein paar hundert Frühaufsteher waren Zeuge, wie Deutschlands, ähm, Rumäniens Kobrakönige einmal mehr ihre wundervolle, grandios Stimmung erzeugende und perfekt choreographierte Power-Show abzogen, und dabei einen kommenden Klassiker nach dem anderen zwischen Reiß- und Zermalmzahn hervorpulten. Die Saitenfraktion bangte, was das Zeug hielt, der Keyboarder und selbst der Drummer posten mit ihnen um die Wette und über, bzw. vor allen trumpfte Attila („Der nächste Stück heißt... äh, ich mussen nachkucken...“ - SENSATIONELL!!!), der fleischgewordene Mix aus Caruso und Count Dracul, stimmlich nahezu perfekt auf. Jene Fans, die der Show beiwohnten, gingen schon sehr bald im POWERWOLF-Groove auf, und als bei ’Montecore’ dann ein lieblich belustigendes Wölfchen im geschneiderten Wolfspelz über die Bühne krabbelte, war die Party vollkommen im Gange. Pech für all jene, die den ’Kiss Of The Cobra King’ nicht aufgedrückt bekamen, denn diese Band metalrockt nicht nur fabulös jede Hütte, sondern verbreitet dabei zudem noch stets beste Stimmung... Ohne auch nur ansatzweise in peinliche Gefilde abzudriften. Toll! Hage ANVIL sind live immer eine Bank. Auch wenn die letzten Studioalben nicht mehr an alte Glanztaten heranreichen, können die Mannen um Szene-Urgestein Steve ’Lips’ Kudlow live immer noch vollkommen überzeugen - so auch wieder beim diesjährigen Bang Your Head!!!. Man fand mit dem Instrumental ‘March Of The Crabs’ einen extravaganten, aber effektiven Einstieg in ein Set, das nur Klassiker enthielt. Nach dem hammergeilen ‘666’ und dem leider nicht sehr oft gespielten ‘School Love’ (bester Song des damaligen Erstlings der Band) nahm sich Lips kurz Zeit für eine Ansage, in der er sich nicht gerade zurückhaltend über den Geisteszustand von Redneck Ted Nugent äußerte. Doppeltes Bravo auch noch mal von Seiten des Schreiberlings. Dementsprechend gab es im Anschluß auch gleich noch den Antikriegssong ‘Winged Assassins’, mit dem Lips den dumpfbackingen Aussagen von Herrn Nugent genügend Kontra gab. Dann ging es auch schon in die Endphase des Sets, welches mit ‘Forged In Fire’ eingeläutet wurde. Beim unsterblichen ‘Mothra’ ließ es Lips sich wieder mal nicht nehmen, mit dem Publikum über seine Gitarre zu kommunizieren. Leider war auch diesmal wieder der legendäre Dildo nicht dabei. Abgeschlossen wurde dieser wieder mal hervorragende Gig mit einem stampfenden ‘Metal On Metal’, laut Lips der Nationalhymne des Heavy Metal. Recht hat er... Oliver Weinsheimer Totgesagte leben zwar nicht immer, aber zumindest manchmal länger. So auch in diesem Falle, denn was Fargo Peter (der VICTORY 1984 mit Tommy Newton gründete) und seine Jungs hier auf die Bühne stellten, war alles andere als ein müder Abklatsch der frühen Achtziger. Mit ‘Take The Pace’ erwischten VICTORY gleich einen geilen Auftakt, bei dem sofort klar wurde, daß der griechische Neusänger Jioti Parcharidis ein echter Glücksgriff für die Band ist. Kraftvoll, aggressiv - für manch einen Zartbesaiteten vielleicht schon zu sehr - sang, shoutete und schrie sich Jioti durch die Setlist, wobei er keine Höhen ausließ. Kurzum, einer der besten Vokalisten des Festivals stand hier auf der Bühne. Die Band promotete nicht nur ihr aktuelles Re-Recordings-Album ‘Fuel To The Fire’, obwohl natürlich auch hiervon einige der aufgemotzten Highlights - wie das gefeierte ‘Backseat Rider’ oder ‘Standing Like A Rock’ - zum Zuge kamen. Bühnenpräsenz und Souveränität ist bei Peter und Co. eine Selbstverständlichkeit, doch die Performance selbst war in Punkto Bewegung und Agilität sogar manch’ junger Band überlegen. Ein fettes „Daumen hoch“ geht hier vor allem an den ehemaligen ACCEPT-Gitarristen Hermann Frank – good ol’ quality halt... Und dennoch: im Mittelteil des Auftritts ließ ein wenig die Explosivität nach(zum Beispiel bei ‘Temples Of Gold’). Ach ja, einen Heiratsantrag gab es auch noch. Sichtlich gerührt wurde ein Bekannter der Band auf die Bühne geholt, um seiner Freundin DIE Frage zu stellen. Mangels Mikro ging der „Akt“ selbst allerdings unter, doch egal, das Ergebnis war zu sehen und VICTORY hatten das Heft wieder in der Hand. ‘Don’t Tell No Lies’, ‘Chicks On Display’ und der formidable Abschlußtrack ‘Check’s In The Mail’ brachten die Stimmung wieder zurück, und ein sichtlich gut gelauntes Publikum war mehr als zufrieden. Bleibt nur die Frage, was die Zukunft für VICTORY so bringt... Sven Bernhardt Kommt eine düstere Doom-Band wie COUNT RAVEN am hellen Nachmittag des Festivals an? Diese Frage stellten sich viele Fans der Doomster. Nun ja, Fakt ist, daß COUNT RAVEN nach dem Ausstieg der beiden Originalmitglieder Renfield und Wilbur einfach nicht mehr DIE COUNT RAVEN sind, die sie mal waren. Vielleicht war das auch ein Grund, warum die Schweden den schlechtesten Zuschauerzuspruch seit Urzeiten des Bang Your Head!!! hatten. Ich kann mich nicht daran entsinnen, jemals so einfach in die erste Reihe gekommen zu sein und auch noch Platz zu haben. Das soll aber keine Kritik an der musikalischen Darbietung von COUNT RAVEN sein. Die zwei neuen Mitglieder machten ihre Sache ordentlich und spielten ein routiniertes Set. Mit Songs wie ‘Leaving The Warzone’, ‘Destruction Of The Void’ oder ‘Hippies Triumph’ kann man ja eigentlich auch nichts falsch machen. Durch das Fehlen der oben genannten Originalmitglieder konnte aber irgendwie zu keinem Zeitpunkt diese magische Stimmung wie beim Doom Shall Rise aufkommen. Ich hoffe, die Band kann ihre persönlichen Probleme eines Tages vielleicht doch noch mal lösen, denn auch wenn sie ihre Sache beim Bang Your Head!!! gut gemacht haben, ein Ersatz für das magische Trio war es leider nicht. Vielleicht wären COUNT RAVEN auch besser im verrauschten Club aufgehoben, denn ihr Doom ist nicht gerade wie für sonnige Open Airs gemacht. Mal sehen was das neue Album bringen wird... Oliver Weinsheimer Wenn man als Old School Death Metal-Band mittags am wohl heißesten Tag des Jahres (meine Fresse, hat die Sonne sich einen abgebrutzelt!) bei einem eigentlich reinen Heavy Metal-Festival aufspielt, dann sollte man meinen, daß man es eher schwer hat. Doch nicht UNLEASHED! Die Stockholmer Todesblei-Urgesteine um einen ausgezeichnet aufgelegten Front-Wikinger Johan Hedlund hatten tatsächlich etliche Fans am Start, und auch die zunächst eher zurückhaltenderen Besucher wurden schnell vom mitreißenden und sehr fett aus den Boxen donnernden Elchtod in ihren Bann gezogen. Eigentlich sollte man zudem meinen, daß Hitze träge macht. Für UNLEASHED gilt dies allerdings keineswegs, denn sie traten den Angriff nach vorne an und bretterten ihre Hits der Marke ’Never Ending Hate’, ’Winterland’ oder ’Death Metal Victory’ tight wie Sau und noch schneller als gewohnt runter. Geil! Nachdem die Schweden mit ’New Dawn Rising’ noch einen nagelneuen, ebenso sehr geil nach vorne losgehenden Hammer vorgestellt hatten und mit der gewohnten Trinkhorn-Hymne ’Into Glory Ride’ das Ende des Sets erreicht war, durften die Jungs unter dem Jubel der Fans für ’The Immortals’ tatsächlich nochmals auf die Bühne zurückkehren. Sehr geiler Gig, der nach denen von SIX FEET UNDER, HYPOCRISY und AMON AMARTH in den Vorjahren einmal mehr bewiesen hat, daß Death Metal SEHR WOHL ein fester Bestandteil des Bang Your Head!!! werden sollte! Basta! Hage Eigentlich war es schon im Vorfeld klar, daß die SAINTs wieder mal grandios sein würden, aber trotzdem schafften es Gonzo und Co., alle ultrahohen Erwartungen zu übertreffen. Obwohl es um kurz nach halb drei an jenem Samstag in Balingen unglaublich heiß war, lief mir und wohl auch den meisten von Euch bei dem sehr old school gehaltenen Set der gepanzerten Heiligen ein kalter Schauer nach dem anderen über den Rücken. Mit ‘Pay Dirt’, dem Ohrwurm ‘Reign Of Fire’ und dem unwiderstehlichen ‘Tribal Dance’ wurden nur drei Stücke aus den Neunzigern und danach präsentiert. Der Rest des Sets stammte aus den glorreichen Achtzigern und könnte auch gut auf einer Best Of der Kalifornier verewigt werden. Vom Uralt-Opener ‘Lesson Well Learned’ bis zur Quasi-Bandhymne und Abschlußtrack ‘March Of The Saint’ bliesen ARMORED SAINT mit der Hitkollektion ‘Aftermath’, ‘Seducer’, ‘Book Of Blood’, ‘Warzone’, ‘Nervous Man’ und natürlich ‘Can U Deliver’ die Hirne sämtlicher anwesender Headbanger ins Nirvana. Frontmann John Bush bot eine alles überragende Weltklasseleistung, Balingens Nachmittagshitze schien an seinen stählernen Stimmbändern abzuprallen, und seine Bandkollegen wollten ihm wohl in nichts nachstehen. Mit diesem grandiosen Auftritt haben ARMORED SAINT mal wieder ihr dickes Ausrufezeichen in die Balingen Historie gedrückt und hätten auch stärkere Headliner mehr als blaß aussehen lassen. Martin Brandt Angekündigt als „beste Ersatzband der Welt“, ließen es die Dänen PRETTY MAIDS ordentlich krachen. Erstaunlich, wieviel Dampf die alten Herren noch im Kessel haben. Für mich jedenfalls das absolute Highlight des gesamten Festivals - und den, mangels Schatten, daraus resultierenden Sonnenbrand an Nacken und Stirnabsolut wert. Als erstes erklang ‘Rock The House’ aus den Lautsprechern, ein Stück von jenem PRETTY MAIDS-Album, von dem bis heute keiner weiß, ob es ‘Jump The Gun’ oder ‘Lethal Heroes’ heißt. Dicht gefolgt vom radiotauglichen Hardrock-Klassiker ‘Love Games’, welcher schon in den 80ern jedes Mädchenherz zum Schmelzen brachte und einem als Hintergrundmusik so manche Stunde versüßen konnte. Danach folgte ein Mix aus neuerem Material wie z.B. ‘Wouldn’t Miss You’ vom 2000er Longplayer ‘Carpe Diem’, ‘Virtual Brutality’ aus dem Jahr 2002 und alten Gassenhauern wie ‘Yellow Rain’ und ‘Back To Back’. Letzteres dürfte spätestens seit der Coverversion dieses Titels durch HAMMERFALL auch jüngeren Metalheads geläufig sein. Kaum war der ‘Back To Back’-Schlußakkord verklungen, war die Bühne auch schon leer. Doch die lauten Zugabe-Rufe des Publikums überzeugten die Jungs um Ronnie Atkins und Ken Hammer schnell davon, nochmal on stage zu kommen und die Hymnen ‘Future World’ und ‘Red, Hot And Heavy’ nachzulegen. Schade, daß PRETTY MAIDS bereits vor 16 Uhr bei vollem Tageslicht auftreten mußten. Meiner Meinung nach wären sie ein ebenso würdiger Headliner gewesen wie WHITESNAKE, wenn nicht sogar ein besserer. Daniel Wamsler Y&T war definitiv jene Band, die beim diesjährigen Bang Your Head!!! die größte Fußball-A-Karte gezogen hatten. Denn: Fünf Minuten nach Beginn des Y&T-Sets sollte in München der Anpfiff des WM-Achtelfinalspiels Deutschland gegen Schweden erschallen. Zwar hatte sich die Stagecrew den tollen Service einfallen lassen, neben der PA immer topaktuell den Zwischenstand "einzublenden", doch nachdem es beim Kick in München schon nach zwölf Minuten 2:0 stand, ging auf der BYH-Bühne deutlich mehr ab, denn Y&T setzten nach ihrem phänomenalen Auftritt von 2003 ein weiteres Ausrufezeichen in der Historie des Festivals. Seither mußte leider Drummer Leonard Haze seinen Rücktritt einreichen, der zwar von Neutrommler Mike Vanderhule würdig vertreten wurde, aber dadurch reduziert sich der Kreis der Y&T-Originalmitglieder auf Dave Meniketti und Basser Phil Kennemore, der heuer übrigens eine Show wie ein Megaposer aufs Parkett legte. Auch wenn Y&T letztlich nicht unbedingt vor "vollem Haus" spielen konnten, waren doch genügend Musikliebhaber anwesend, die der einmaligen Fingertechnik von Dave und den grandiosen Songs von Y&T huldigen wollten. Bei eben jenen, die also Y&T dem runden Leder vorgezogen hatten, bedankte sich Dave artig, aber ich wage zugleich zu bezweifeln, daß der Opener 'Hang 'em High' augenzwinkernd auf irgendwelche Kicker gemünzt war... Und abgesehen davon war es spätestens beim Schlußdouble 'I Believe In You' und 'Forever' dann wieder so weit: meterhohe Gänsehaut und feuchte Augen. Kurz: Y&T - immer noch eine der unterbewertetsten Bands dieses Erdballs! Mit oder ohne Fußball. Stefan Glas Mit Rik Emmett stand ein Musiker auf der Bühne, den das Gros der Anwesenden kaum oder gar nicht kannte. Alte Metalköppe jedoch wußten dieses einmalige Liveevent zu würdigen und ließen Fußball Fußball sein, nachdem klar war, daß die deutschen Seppels eine Runde weiter waren. Der ehemalige TRIUMPH-Bandleader aus Kanada spielte zum ersten Mal überhaupt einen Gig mit dem Slogan „A night of TRIUMPH music“! Zum ersten Mal überhaupt bekamen deutsche Fans die Möglichkeit, TRIUMPH-Songs live erleben zu dürfen. TRIUMPH sind Kult, und Rik Emmett ist sich dieses Umstandes mehr als bewußt. Mit einer exquisiten Backing Band legte der introvertierte Kanadier mit ‘Fight The Good Fight’ los, ging nahtlos über in ‘Allied Forces’ und packte gleich noch ‘Rock & Roll Machine’ drauf. Gänsehaut pur! Stimmlich immer noch auf der Höhe, haben die Klassiker nichts von ihrer Magie verloren. Überraschenderweise sangen extrem viele Fans die Songs mit, was auch Herrn Emmett nicht verborgen blieb, und so wurde er während des Sets etwas lockerer. Getoppt wurde der brillante Einstieg eigentlich nur noch von Kultsongs wie ‘Hold On’, ‘Ordinary Man’ oder dem fantastischen ‘Magic Power’, welches einen einmaligen, gänsehautauslösenden Gig beendete. Neben acht TRIUMPH-Songs gab Emmett noch Stücke seiner Solokarriere in Form von ‘Head Case/ 3 Clouds’ zum Besten. Das Set hatte wahrlich magische Momente für Fans von TRIUMPH, obwohl im Vorfeld schon Kritik geäußert wurde, daß nur das Orginal-Dreier-Line-up in der Lage wäre, solche Stücke meisterlich rüberzubringen. Doch Rik Emmett und seine Mitmusiker bewiesen das Gegenteil! Jürgen Tschamler Die finnischen Melodic-Metaller STRATOVARIUS standen ja vor geraumer Zeit durch personelle Probleme vor dem Abgrund, und in den Augen vieler waren sie sogar schon einen gehörigen Schritt weiter. Glücklicherweise bekam der an manischer Depression leidende Gitarrist Timo Tolkki seine Probleme mit Hilfe einer Therapie wieder in den Griff. Trotz aller Schwierigkeiten in der Vergangenheit - bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich STRATOVARIUS auf dem diesjährigen Bang Your Head!!!-Festival am Abend als gut erholtes Team und schafften es schnell, das Publikum zu begeistern. Von Beginn an hatte Sänger und Wirbelwind Timo Kotipelto das Publikum fest im Griff. Im übrigen lieferte er vom ersten Ton bei ‘Hunting High And Low’ vom ‘Infinite’-Album an eine überragende Gesangsleistung ab. Tolkki, der in furchtbar ausschauender weißer Trainingshose die Blicke auf sich zog, fiedelte souverän wie in alten Glanzzeiten und feuerte seine filigranen Riffs in die Menge. Jens Johansson schnitt seine üblichen Grimassen, und der immer noch explosive Jörg Michael zeigte sich wie gewohnt als solider Mann der Rhythmussektion. Auch der nicht mehr ganz taufrische neue Mann am Baß - Lauri Porra - überzeugte durch seine großartige Spielfertigkeit und konnte als agiler Publikumsmagnet durchaus punkten. Musikalisch zeigten STRATOVARIUS an diesem Abend abermals, daß sie im Metal-Zirkus zur absoluten Elite zählen. Auch was das bandinterne Stimmungsbild anging erkannte man, daß es den Burschen wirklich Spaß machte, in Balingen auf der Bühne zu stehen. Als Highlights, wenn auch STRATOVARIUS-Standards, können ‘Kiss Of Judas’ und ‘Black Diamond’, beide vom ‘Visions’-Album, genannt werden. Als einziger Song von aktuellen Werk fand ‘Fight!!!’ den Weg in die Setlist dieses insgesamt sehr gelungenen STRATOVARIUS-Auftritts. Chris Grenzer Was der absolute Höhepunkt dieses insgesamt gelungenen Festes, des Bang Your Head!!! 2006, hätte werden können, durch die Veranstalter entsprechend konzipiert und von den Besuchern so verstanden worden war, entwickelte sich zum Desaster und wirkte zum Abschluß stimmungstrübend auf fast alle Beteiligten. Dabei lief bis zur Umbaupause eigentlich alles gut, es war sogar etwas mehr Zeit geschunden worden. Aber dann gab es technische Probleme, die vor allem die Keyboards in Mitleidenschaft zogen. Mehrfache Neuprogrammierungen waren vonnöten. Aber waren sie das wirklich? Immerhin handelt es sich um eine Band mit zwei Gitarristen, die mit einem Basser und ihrem exzellenten Drummer eine makellose Blues-/Hardrock-Session ohne Orgeleien abliefern könnten. Beim orgelbetonten Opener ‘Burn’ mit ‘Stormbringer’-Verschnitt wurde ohnehin deutlich, daß hier weder Jon Lord noch Don Airey ihren Beitrag leisteten. Seine erste Quittung bekam das Sextett schon vorher: Es wurde mit Buh-Rufen empfangen. Kein Wunder, denn das Publikum wußte, daß für 23 Uhr das unwiderrufliche Ende der Show ausgerufen worden war, weil widrigenfalls saftige Konventionalstrafen drohten. Gleichgültig, ob nun die Dämlichkeit eines Tourmanagers, Arroganz seit Jahrzehnten arrivierter Musiker oder mangelnde Flexibilität Ursachen für diese Entwicklungen waren: Es blieb bei nur 62 Minuten Bühnenpräsenz, von denen rund ein Drittel mit Soli von Doug Aldrich, Reb Beach und Tommy Aldridge sowie Coverdales Ansagen gefüllt wurden. Die Entschuldigung, er könne nichts für die technischen Probleme, reichte den Fans nicht. Einige brüllten: „Shut up and sing!“ Doch er verharrte weiterhin in seiner typischen US-Rockshow-Anmache, die ja ohne Zeitmangel ziemlich gut ’rüberkommen würde. Aber so blieben die Headliner ihrem Publikum einiges schuldig, unter anderem ‘Ain’t No Love (In The Heart Of The City)’ – und vor allem ein zufriedenstellendes Konzerterlebnis. Jörg Schulz
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Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:
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