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Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.
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BYH!!! Rückblick 2005
Club-Show, 23. Juni
NASTY SAVAGE
METAL CHURCH
CHRIS CAFFERY
DUNGEON
DUNGEON
Das WOM ist tot - lang lebe das WOM! Nachdem unser schöner
Warm-Up-Tempel in bequemer Laufdistanz zum Festivalgelände
einem schnöden Blumenglashaus weichen mußte, haben sich
die WOMler im nicht ganz so nahen Hechingen eine formidable neue
Behausung gesucht. Wer den etwas weiteren Weg (per Auto, Taxi, Shuttle
Bus - einer soll gar gelaufen sein) hinter sich gebracht hatte,
wurde nicht nur durch eine wirklich schmucke Location entschädigt,
die mit mehr Platz, bequemen Sitzecken und guter Sicht auch aus
der letzten Reihe den alten Club recht alt aussehen läßt,
sondern auch von ein paar wilden Mannen empfangen, die den noch
weiteren Weg aus dem fernen Australien zum Bang Your Head!!! nicht
gescheut hatten. Wer es aus dem Land der Känguruhs ins Vorprogramm
von MEGADETH schafft, der ist auch für uns gut genug und so
durften Lord Tim und seine DUNGEONs die Jubiläumsfestivitäten
eröffnen. Scheinbar hatten sich die Jungs gut auf ihre Megatoderfahrung
eingestimmt, denn das präsentierte Set war schneller, härter
und brutaler als ich es erwartet hätte. Neben eigenen Fetzern
wie z. Bsp. 'The Art Of War' oder 'Traumatised' wurde auch spaßeshalber
mal kurzzeitig 'Reign In Blood' zitiert, um dann zur Abwechslung
Hymnischeres à la 'Resurrection' einzustreuen. Spaß
schien überhaupt die Hauptprämisse für DUNGEONs Tun
an diesem Abend gewesen zu sein. Nicht nur ein würdiger Auftakt,
sondern auch eine bärenstarke Präsentation der Australier,
die hoffentlich bald mal wieder die weite Reise in die alte Welt
auf sich nehmen, um uns mit so geilen Gigs zu erfreuen. Martin Brandt
CHRIS CAFFERY
Danach wurde es Zeit für Blondschopf Chris Caffery, die Bühne
zu entern. Ausgestattet mit einer exzellenten Begleitband, in der
nicht nur SAVATAGE-Kumpel Jeff Plate hinterm Schlagzeug zu finden
war, sondern mit Gitarrist Ira Black (VICIOUS RUMORS) und Basser
Nick Douglas (DEADLY BLESSING, DORO) weitere Szenegrößen
agierten, ließ die Truppe musikalisch nicht viel anbrennen.
Auch wenn die meisten Anwesenden mit dem Solomaterial Cafferys nicht
wirklich vertraut waren, wurden die vor der Bühne stehenden
Fans schon allein durch die Energie und die begeisternde Performance
mitgerissen. Chris selbst war locker und hat inzwischen die nötige
Erfahrung, um auch seine Doppelfunktion als Sänger und Gitarrist
zufriedenstellend zu absolvieren. Ira war in seiner gewohnten Derwisch-Rolle
unterwegs und hatte mit Nick einen gewohnt agilen Sidekick, der
den knappen Raum auf der WOM-Bühne voll ausnutzte. Caffery
nutzte seine Spielzeit, um Werbung für seine Scheiben 'Faces'
und 'W.A.R.P.E.D.' zu machen, und auch wenn die Meute natürlich
auf alte SAVATAGE-Songs wartete, wurden mit zunehmender Spielzeit
auch Tracks wie 'Saddamize' oder 'Pisses Me Off' abgefeiert. Weshalb
sich Chris bei den Zugaben aber für 'Sirens' und 'Power Of
The Night' entschieden hat, anstatt Nummern zu wählen, an denen
er selbst auch beteiligt war, weiß wohl nur er allein. Stimmlich
gingen diese Tracks jedenfalls ziemlich in die Hose, doch der Stimmung
tat das keinen Abbruch, weshalb Mr. Caffery diesen Auftritt wohl
in der Rubrik "gelungen" verbuchen konnte... Martin Römpp
METAL CHURCH
Nachdem die Menge durch die SAVATAGE-Songs von CHRIS CAFFERY schön
angeheizt wurde, lösten METAL CHURCH bereits mit den ersten
Tönen von 'Ton Of Bricks' Begeisterungsstürme aus. Logisch,
daß diese vom folgenden 'Start The Fire' locker aufrechterhalten
werden konnten. Selbst die Leute, die skeptisch waren, da nur noch
Kurdt Vanderhoof und Kirk Arrington vom Original Line-up dabei waren,
waren spätestens hier überzeugt. Selbst der neue Track
'Leave This World Behind' wurde sehr wohlwollend aufgenommen und
zeigt, daß METAL CHURCH im Moment in der besten Besetzung
seit Jahren sind. Sänger Ronnie ist ein absoluter Gewinn und
meistert die schwierigen Wayne-Songs tadellos. Genau diesem vor
kurzen verstorbenen David Wayne wurde dann auch 'Watch The Children
Pray' gewidmet und nicht wenige Fans bekamen feuchte Augen. Leider
wurde die Mike Howe-Phase nur mit 'Date With Poverty' gewürdigt.
Hoffentlich werden in Zukunft Songs wie 'Fake Healer' oder 'Badlands'
nicht ausgespart, zumal Ronnie das Material hervorragend singen
kann. Auch der ehemalige MALICE-Gitarrist Jay Reynolds paßte
sich perfekt ins Bandgefüge ein. Den Abschluß dieses
endgeilen Auftritts bildete das Klassikertrio 'Beyond The Black',
'Metal Church' und 'Highway Star' und hinterließ eine mehr
als glückliche Fanschar. Auch wenn ich immer noch den Original-Bassisten
Duke vermisse, sind METAL CHURCH besser denn je und werden hoffentlich
weiterhin konstant für die Fans aufspielen. Oliver Weinsheimer
NASTY SAVAGE
Nach dem musikalischen Highlight sollte nun der showtechnische Höhepunkt
der Bang Your Head!!!-Warm-Up-Show folgen. Nicht daß man NASTY
SAVAGE musikalisch unterbewerten sollte, denn Songs wie 'No Sympathy',
'Dungeon Of Pleasure' oder natürlich 'XXX' sind uneingeschränkt
als Klassiker des US-Metal zu bezeichnen, doch die Performance eines
Nasty Ronnie ist und bleibt ein Unikat in der gesamten Metalszene.
Während seine Jungs sich sauber durch die gesamte NASTY SAVAGE-Diskographie
zockten, spielte der massige Frontmann sein Showtalent bis zum Exzeß
aus - und es reichte, ein forderndes "nasty" oder "psycho"
ins Mikrophon zu säuseln, um vom Publikum ein extatisches "savage"
respektive "psycho" zurückgebrüllt zu bekommen.
Doch die größte Freude hatte Nasty Ronnie an seinem quaderförmigen
Spielzeug, das bis zu diesem Zeitpunkt seine Existenz als Flimmerkiste
gefristet hatte und nun zum Sparringspartner eines ehemaligen Wrestlers
befördert wurde. Nachdem Ronnie zunächst mit einem galanten
Slamdive einige Äpfel mit dem Kopf zermatscht hatte, widmete
er sich seinem Liebling: Zuerst wurde die Mattscheibe noch hübsch
aufpoliert, doch dann nahm das Drama seinen blutigen Lauf - bis
die Glotze auf Ronnies Körper in tausend Stücke zerborsten
war, die anschließend als Souvenir ans Publikum verteilt wurden.
NASTY SAVAGE: grandioser Metal und außergewöhnliches
Entertainment - kann man mehr von einer Liveshow erwarten? Nach
der grandiosen Show anno 1998 hatten NASTY SAVAGE fett auf unserer
Wunschliste gestanden und die Band bedankte sich mit einer einmaligen
Show. Und wie wertvoll dieser Auftritt war, sollte sich erst am
übernächsten Tag herausstellen, als NASTY SAVAGE zu jenen
Bands zählten, deren Spielzeit notgedrungen auf eine Viertelstunde
reduziert werden mußte - wobei Nasty Ronnie als tornadoerprobter
Bewohner von Florida die vorangegangene Nacht mit "It almost
felt like home..." kommentierte. Stefan Glas
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:
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