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BYH!!!-Impressionen auf YouTube
Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.

BYH!!! Impressionen 2009 auf YuTube



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Inhalt und Leseproben...



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BYH!!! Rückblick 2005
Freitag, 24. Juni



MORGANA LEFAY
"It is too early to play Metal", stöhnte ein reichlich müde dreinschauender Charles Rytkönen wenige Minuten vor dem Auftritt. Doch als MORGANA LEFAY kurze Zeit später die offizielle Eröffnungsfanfare für das Jubiläums-BYH!!! erschallen ließen, war davon nichts mehr zu spüren: Jegliche Müdigkeit war wie weggeblasen und die Schweden, die 2000 noch unter ihrem damaligen Namen LEFAY beim Bang Your Head!!! aufgetreten waren, fegten mit ihren unbestechlichen, auch während der kreativen Pause nicht eingerosteten Livequalitäten über das Balinger Messegelände. Mit ihrem schweren, teils leicht angedoomten Metal erwiesen sich MORGANA LEFAY als der richtige Publikumsmagnet, denn die BYH!!!-Gänger ließen sich nicht zweimal bitten und strömten Richtung Bühne, um die ersten Mattenmobilisationsübungen in die Wege zu leiten. Auch wenn MORGANA LEFAY bei unserem Voting gegenüber ihren Konkurrenten knapp unterlegen waren - am Festival waren sie zu den stärksten Bands zu zählen.
Stefan Glas


EXCITER

Zur unchristlichen Zeit um 10.50 Uhr mußte die kanadische Speed Metal-Legende EXCITER auf die Bühne. Zum Glück waren die Headbanger aber schon ziemlich in Fahrt und feierten die Jungs um Gitarrist John Ricci schon bei den ersten Tönen gnadenlos ab. Außergewöhnlich war das Outfit von Sänger Belanger, der diesmal statt der traditionellen Lederjacke mit einem langen, schwarzen Mantel auftrat. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch und so wurden den Fans Knaller wie 'Dark Command', 'Violence And Force', 'Pounding Metal' und natürlich 'Heavy Metal Maniac' um die Ohren geknallt. Dazu gab es auch noch zwei neue Songs, deren Titel ich leider nicht erkennen konnte, die aber in alter EXCITER-Tradition standen und unverkennbar aus der Riffschmiede von Herrn Ricci stammen. Leider hatte dieser vor allem im ersten Drittel des Auftritts immer wieder technische Probleme, was ihn aber nicht daran hinderte zu posen wie ein Weltmeister. Nach gut 40 Minuten war der kanadische Wirbelsturm auch schon wieder vorbei und hinterließ nichts als Verwüstung. Es wird auf jeden Fall Zeit, daß die Band endlich wieder ins Studio geht und neue Songs aufnimmt, denn so gut die letzte Scheibe mit neu aufgenommenen Songs auch war, wir brauchen definitiv neues EXCITER-Futter für unsere Ohren. EXCITER waren auf jeden Fall einer der Gewinner des Festivals und haben bewiesen, daß man auch zum Frühstück ordentlich headbangen gehen kann. Hoffentlich müssen wir nicht wieder Jahre auf den nächsten Deutschland-Auftritt warten...
Oliver Weinsheimer


KAMELOT
Der amerikanisch-skandinavische Vierer sprang kurzfristig für VIRGIN STEELE ein (weil deren schwertschwingender Ober-Guru David De Feis leider schwer erkrankt war) und meisterte seine Sache gut. Roy Khan legte sich nach acht Jahren in der Gruppe immer noch in's Zeug, als müßte er seine Berechtigung nachweisen. Gut, daß er seinen Job so ernst nimmt - wie dies auch der unumstrittene Boß, Gitarrist Thomas Youngblood, tut. Basser Glenn Barry und Drummer Casey Grillo standen ihren Vorreitern nicht nach und legten gleich nach dem Intro bei 'Center Of The Universe' mächtig los. Überhaupt wurden die Rhythmus-Grundlagen ebenso hart wie präzise gelegt. Das Publikum wirkte zwar zunächst noch etwas müde, was nach einer bis in die Nacht dauernden Clubshow am Vorabend und einem Auftrittsbeginn um 11:40 Uhr nicht weiter verwunderte. Da zumindest die Akteure richtig wach waren, steigerte sich die Stimmung von 'The Spell' über 'Soul Society', 'Edge Of Forever' und 'Karma' stetig, bis sie bei 'When The Lights Are Down' (mit Sängerin) ihren zumindest visuellen Höhepunkt ereichte. Der akustische Peak, zugleich aber leider auch das Ende, folgte mit 'March Of Mephisto'. Dieser Song hätte im Dunkel der Nacht erheblich besser gewirkt, wenn zusätzlich finstere Gestalten mit Fackeln über die Bühne stolziert wären. Aber bekanntlich kann man nicht alles haben.
Jörg Schulz


KROKUS

Mit den Eidgenossen von KROKUS im Billing kann man absolut nichts verkehrt machen, stehen die Herrschaften um Frontmann Marc Storace doch nach wie vor für erstklassige Live-Unterhaltung. Und so verwunderte es auch kaum, daß die Band nach kleinen anfänglichen Problemen mit der Technik in Form des Doppelpacks 'Night Wolf' und 'Long Stick Goes Boom' einen Kickstart par excellenze hinlegte. Konnte man im Vorfeld des Auftritts noch darüber spekulieren, wie die Band ohne ihren langjährigen Gitarristen Fernando von Arb auskommen würde, der vor kurzem seine Koffer gepackt und KROKUS-Rückkehrer Mandy Meyer Platz gemacht hatte, so zerschlugen sich bereits nach diesen beiden ersten Songs jegliche Zweifel und die Party konnte steigen. So sah es definitiv auch ein Großteil der bereits anwesenden Fans, die sich von der brütenden Mittagshitze nicht aus dem Konzept bringen ließen und für reichlich Stimmung vor der Bühne sorgten. Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt der Schweizer Formation ist bei solchen Events sicherlich immer wieder Mister Storace himself, sucht der Mann doch ununterbrochen den direkten Kontakt zu der Menge und nutzte auch in Balingen jeden ihm zur Verfügung stehenden Zentimeter (inklusive des Laufstegs ins Publikum) aus - eben ein Rock-Entertainer der alten Schule! Dazu kommt, daß KROKUS aus einem fetten Repertoire an Hammersongs schöpfen und somit eine dreiviertel Stunde problemlos mit Hits spicken können - 'American Woman' und vor allem 'Screaming In The Night' erzeugen nach wie vor Gänsehaut. Coole Band, cooler Auftritt!
Peter Engelking


DESTRUCTION

DESTRUCTION sind ein oft und gern gesehener Gast auf deutschen Festivals, denn langweilig werden die Thrash-Ikonen nie. Bestes Beispiel: ihr Gig auf der Bang Your Head!!!-Bühne. Mit 'Curse The Gods' ging es furios und von Pyrotechnik untermalt los. Sänger/Bassist Schmier markierte einmal mehr den reihenweise Frauen beglückenden Beau im Metaloutfit, während Gitarrist Mike verkifft aussah wie eh und je, seine Gitarre aber, von kleineren Soundproblemen mal abgesehen, stets im Griff hatte. Auditiv war bei Klassikern wie 'Mad Butcher' oder 'Bestial Invasion', unter die immer wieder Post-Reunion-Kracher der Marke 'Nailed To The Cross' oder 'Metal Discharge' gemischt wurden, alles im Reinen. Für das optische Vergnügen sorgten dann etwa ab Setmitte diverse spärlich bekleidete, mit ordentlich Silikon ausgestattete weibliche Bewegungstalente, die einen Mad Butcher-Lookalike im Türsteher-Format lasziv umgarnten. Die Männerdichte vor der Bühne nahm rapide zu. Einzig die Takte des vorgestellten, brandneuen Tracks 'Soul Collector' gingen so etwas unter. Aber auch das war kein Problem, denn spätestens der abschließende, ebenfalls neue Song 'The Alliance Of Hellhoundz' dürfte jedem im Gedächtnis bleiben, holten sich Schmier und Co. dafür doch Doro, Johan Hegg (AMON AMARTH) und Charles Rytkönen (MORGANA LEFAY) als Gastsänger auf die Bühne, um den vereinenden Charakter des Metal einmal mehr zur Schau zu stellen. Cool!
David Gregori


AMON AMARTH

AMON AMARTH waren ohne Zweifel jene Band der extremeren Schiene, die in den vergangenen Jahren am meisten Zuspruch beim Bang Your Head!!! geerntet hatten. Und welchen Stellenwert die Band mittlerweile bei den Fans hat, sieht man daran, wie weit nach oben sie von Euch ins Billing gevotet wurde. Und so waren wieder die aufblasbaren Streitäxte in den vorderen Reihen zu sehen, als Johann Hegg und seine Gefährten die Bühne betraten, um Balingen eine Lehre in Sachen Party-Death Metal zu erteilen; dank der einfach nachzuvollziehenden Songstrukturen konnte auch schnell der normale Metaller, der die Band zuvor vielleicht noch nicht gekannt hatte, in den Reigen einsteigen, so daß die Stimmung umgehend anstieg. Noch unter dem Eindruck des überwältigenden Gigs von AMON AMARTH plus der euphorischen Publikumsreaktionen beim Rock Hard Festival stehend - es war wahrlich ein "Victorious March" gewesen - war der BYH!!!-Auftritt eher ein gediegener Raubzug der Wikinger, der aber dennoch für beste Laune sorgte.
Stefan Glas


DORO

Eine Blinddarmoperation hat Doro Pesch gerade weggesteckt, und schon steht Deutschlands Rocklady Nr.1 in einem megageilen Lederoutfit wieder auf der Bühne, um bei einer mörderischen Gluthitze das Bang Your Head!!!-Publikum wie gewohnt zu verwöhnen. Und wer die Band DORO in den letzten Jahren live erlebt hat, weiß, was das heißt: Hits, Hits und noch einmal Hits! Im Vergleich zum damaligen Festivalauftritt war die Marschrichtung diesmal eine deutlich härtere. 'Earthshaker Rock', 'I Rule The Ruins' und 'Always Live To Win' bildeten den Anfang, und die Fans nahmen dies natürlich begeistert auf. Aber nicht nur Doro Pesch war wie immer in Topform, auch ihre mittlerweile konstante Band mit Nick Douglas am Bass, Joe Taylor an der Gitarre, Johnny Dee an den Drums und Oliver Palotai an Keyboards und Gitarre hat es ohne Ende krachen lassen. Dies ist definitiv das beste Line-up, das Doro je um sich versammelt hat; ein hervorragend eingespieltes Team, über das Doro noch nicht einmal zu seligen WARLOCK-Zeiten verfügte. 'Für immer' (die einzige Ballade!), ein Wunsch von Horst und Ines... und wohl auch von sämtlichen DORO-Anhängern, wurde natürlich gnadenlos abgefeiert, und als Nick Douglas später Doro als DIE Metal Queen weltweit bezeichnete, hat dies durchaus seine Berechtigung, da die damalige "Königin" Lee Aaron seit geraumer Zeit in den Jazz-Bereich abgedriftet ist, und wirklich kein weibliches Wesen in einem Zeitraum von über 20 Jahren mehr für dieses Musikgenre getan hat, als unser süßes Schnuckelchen. Bei 'True As Steel' und der Regina Halmich-Hommage ' She's Like Thunder' gab es natürlich nichts zu meckern, aber beim Endspurt, eingeleitet von der sehr eigenwilligen und absolut superben Version von 'Breaking The Law', herrschte zum ersten Mal richtige Festivalstimmung! Obwohl ich Doros Solointerpretation des JUDAS PRIEST-Klassikers wesentlich besser finde als ihr Duett mit Udo Dirkschneider, hätte ich mir einen Gastauftritt des deutschen Panzers, der ja direkt danach an den Start ging (und eine fantastische Show ablieferte, das nehme ich einmal vorweg), gewünscht. Wäre bestimmt eine coole Sache gewesen, aber das Leben ist halt manchmal hart. Über die Hymne 'All We Are' braucht man keine Worte mehr zu verlieren; was sich da abgespielt hat, kann sich jeder denken! Nur soviel noch: SAVATAGE-Gitarrist Chis Caffery hatte einen kurzen, aber wenig spektakulären Gastauftritt. Bei 'Burn It Up' konnte man noch den letzten Tropfen Bier aus seinem Körper rausschwitzen, und so war der Gig insgesamt gesehen wieder mal eine absolut gediegene und runde Sache.
Chris Glaub


U.D.O.
Ein wirklich idealer Zeitpunkt für Herrn Dirkschneider, um die metallsüchtigen Massen amtlich in Wallung zu bringen: Früher Abend, super Wetter, ein gutgefülltes Messegelände und jede Menge Sympathien, die DEM einheimischen Aushängeschild samt Mannschaft bereits vor den ersten Tönen des (noch) aktuellen Langeisens 'Thunderball' entgegenschwappten. Der Opener föhnte bereits eine Menge Dauerwellen nach hinten, doch die Menge erwartete natürlich am sehnsüchtigsten die alten ACCEPT-Klassiker. Und die sollte sie auch bekommen. Über die Hälfte des Programms bestand aus Material der großen Epoche dieser einzigartigen Truppe und Songs wie 'Midnight Mover' oder das kurz und knapp heruntergerotzte 'I'm A Rebel' taten ein übriges, um das Stimmungsbarometer ganz nach oben schnellen zu lassen. U.D.O. werden bei Open Airs dieser Machart immer auf der Gewinnerseite sein, denn sie können die Songs spielen, die 99 Prozent aller anderen Truppen gerne hätten. 'Balls To The Walls' etwa, bei welchem das Publikum beim Mitsingen einfach nicht aufhören wollte und Udo sein alljährliches "Balingen, ihr seid unglaublich!" entlockte. Oder 'Princess Of The Dawn', bei welchem der Refrain selbstredend auch von den Fans übernommen wurde. Udo bringt Lahme zum gehen, Taube zum hören und Ohnmächtige zum bangen. Zumindest der junge Mann, der sich kurz vor den ersten U.D.O.-Klängen backstage noch röchelnd auf einer Sani-Pritsche wälzte, stand plötzlich fröhlich abhottend neben mir vor der Bühne. Operation Steel gelungen, zweifellos...
Arno Hofmann


GAMMA RAY

Der Auftritt der Hanseaten (welch lustige Doppeldeutigkeit) verzögerte sich bereits am Anfang um einige Minuten und nach dem ersten gespielten Song war klar, wo das Problem lag. Die Endstufe von Gitarrist Henjo Richter machte nämlich kurz darauf winke-winke, um endgültig in die ewigen Jagdgründe einzugehen. So stand Kai Hansen etwas verschüchtert vor seinem Mikro, hatte dabei aber das Publikum jederzeit im Griff, während hinten fieberhaft daran gearbeitet wurde, um besagtes Problem aus der Welt zu schaffen. Als Überbrückung erzählte Meister Hansen übrigens, daß im kommenden Herbst nach längerer Pause das neue GAMMA RAY-Werk 'Majestic' erscheinen wird. Dann gingen auch die Daumen der Technik nach oben und nun konnte die Hamburger nichts mehr aufhalten. So legten sie einen spielfreudigen, agilen und engagierten Gig auf die Bretter, als ob die Band gerade eine dreimonatige Tour und keine zwei Jahre Pause hinter sich hätte. Vor allem 'Rebellion In Dreamland', 'Land Of The Free' und natürlich 'Heavy Metal Universe' brachten die Menge vor der Bühne in rasende Verzückung. Mit 'Blood Religion' wurde gar ein Track vom bereits angesprochenen, neuen Album vorgestellt, der sich ebenfalls als ein echtes Highlight entpuppte. Nachdem GAMMA RAY für einige Jahre überpräsent waren, hat die Pause sowohl der Band als auch den Fans gut getan. Die vier Gammastrahlen sind hungriger denn je und die Fans verzehren sich 2005 geradezu nach richtig gutem Teutonenstahl mit melodischem Einschlag. Der Knallergig auf dem Bang Your Head!!! war hierfür wohl Beweis genug!
Kai Wollwert


SAXON

SAXON waren vor genau 25 Jahren einer der Hauptgründe für mich, auf abenteuerliche Weise zu einem Open Air-Festival nach Nürnberg zu pilgern, um dem britischen Metal-Flagschiff zu früher Morgenstund und ihrem gerade erschienenen Meilenstein 'Wheels Of Steel' zu huldigen. Shit, wie die Zeit vergeht! Allerdings finde ich es wiederum schön, daß diese Band trotz aller Höhen und Tiefen auch heute noch solch konstante und klasse Leistungen bringt, die ihren Co-Headliner-Status beim Jubiläums-Bang Your Head!!! auf jeden Fall rechtfertigt. Da SAXON demnächst bekanntlich nur mit ihren alten Klassikern (ähnlich wie IRON MAIDEN) auf Tour gehen wollen, durfte man auf die Setlist in Balingen gespannt sein. Nur: Bei welchem Album enden bei SAXON die Klassiker? 'Denim And Leather', 'Crusader', 'Solid Ball Of Rock', 'Dogs Of War' oder 'Unleash The Beast'? Biff & Co. boten zwar kein reines Nostalgie-Programm; Songs vom aktuellen und meiner Meinung nach etwas überbewerteten 'Lionheart'-Opus, 'Dogs Of War' und das eher bescheidene 'Back In The Streets' vom durchschnittlichen Debüt kamen in Balingen (leider) auch zum Zuge, aber der Rest war vom Feinsten! Zwar gab es keine Überraschungen, aber mit Krachern wie '747 (Strangers In The Night)', 'Heavy Metal Thunder', 'Strong Arm Of The Law', '20.000 Feet' oder 'Motorcycle Man' im Gepäck gewinnt man keine Schlachten, sondern in der Regel ganze Kriege! Aber dem war nicht so! Obwohl SAXON eine grundsolide Performance hinlegten, wollte der Funken auf das Publikum nicht überspringen. Okay, die Hitze hat einem schon zu schaffen gemacht, allerdings waren die Temperaturen bei SAXON auf ein annehmbares Level abgekühlt; manche waren vielleicht immer noch nach Udo Dirkschneiders Megaauftritt ausgepowert, und einige können mit "uraltem Material" wie '747 (Strangers In The Night)' oder 'Motorcycle Man' (aus mir unverständlichen Gründen) nichts anfangen, aber diese Lethargie des Publikums über das komplette Set war für mich absolut verblüffend! Selbst bei den Bandhymnen 'Princess Of The Night', 'Crusader' oder 'Solid Ball Of Rock' war regelrechter Totentanz angesagt, wenn man die Reaktionen mit SAXONs damaligem Bang Your Head!!!-Auftritt vergleicht. Biffs ewige und mittlerweile nervenden "Old song or new song?"-Ansagen sind ja schon berühmt-berüchtigt, aber bei 'Wheels Of Steel' hat er endlich die Fans auf seine Seite gebracht und ein Song später ('Never Surrender') herrschte wieder das gleiche Bild wie zuvor. Sehr strange! 'Denim And Leather' setzte dann den Schlußpunkt, und warum bei Hits dieses Kalibers bei einer guten Bandleistung der Bär nicht tobt, das wissen wahrscheinlich nur die Götter.
Chris Glaub


MOTÖRHEAD

Der Headliner am Freitag war die Veteranen-Gruppe MOTÖRHEAD. Nach einer furztrockenen und typisch humorvollen Ansage des britischen Urgesteins Lemmy gab es nur eins: Voll auf die Mütze mit 'Dr. Rock'! Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten kam der Gesamtsound allmählich auf ein ordentliches Niveau, erreichte aber nie so etwas wie hochwertige Qualität. Sei's drum, MOTÖRHEAD und ihre Fans konnten damit leben. Schließlich spielten an diesem lauen (und lauten!) Metal-Abend nicht PINK FLOYD. Mit einem messerscharfen Gitarrensound von Phil Campbell und den peitschenden Drums des Animals Mikkey Dee, folgte ein Reigen an Klassikern: 'Stay Clean', 'Shoot You In The Back' und 'Love You Like A Reptile' machten so richtig Laune. Lemmy unterhielt sich übrigens immer mal wieder mit dem Bühnenmischer. Um was es da, neben technischen Absprachen, noch ging, war aufgrund des nuschelnden Sarkasmus von Herrn Kilmister nicht genau nachzuvollziehen. Weitere Highlights hießen 'Metropolis', No Class' und 'I Got Mine' vom nicht gerade heiß geliebten, aber hochwertigen 'Another Perfect Day'-Album. Die Dunkelheit setzte gänzlich ein und die Pyro-Effekte wie bei 'In The Name Of Tragedy' kamen absolut amtlich zur Geltung. Nach 'Sacrifice' zeigte Mikkey Dee eindrucksvoll, wer sein Instrument über aller Maßen beherrscht. Wirklich, alles andere als langweilig dieses Solo des ehemaligen KING DIAMOND-Felldreschers. Die drei Zugaben 'Killed By Death', ' Ace Of Spades' und 'Overkill' konnten wohl kaum besser gewählt werden und als bei letzterem ein Pyro-Gewitter der Superlative den nachtschwarzen Himmel erleuchtete und old Lemmy nach harter Arbeit seinen letzten Grunzer setzte, waren offensichtlich allesamt zufrieden mit Teil eins der diesjährigen Metal-Party in Balingen.
Chris Grenzer





FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2005



Untitled Document
Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:

YouTube-Video





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ROCK OF AGES-Festival
Am 30. und 31. Juli 2010 findet in Seebronn bei Rottenburg das fünfte ROCK OF AGES-Festival statt - mit FOREIGNER, GOTTHARD, GOLDEN EARRING, AXXIS und zahlreichen weiteren Bands sowie großem Rahmenprogramm für Familien. Weitere Informationen auf der ROCK OF AGES-Homepage.




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