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BYH!!!-Impressionen auf YouTube
Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.

BYH!!! Impressionen 2009 auf YuTube



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Inhalt und Leseproben...



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BYH!!! Rückblick 2004
Freitag



   ALICE COOPER
   QUEENSRYCHE
   GOTTHARD
   CHILDREN OF BODOM
   ANTHRAX
   PRIMAL FEAR
   BLAZE
   KINGDOM COME
   SHOK PARIS
   RUFFIANS
   CAGE




CAGE
Nach drei hervorragenden Alben war es den Amis von CAGE nun auch vergönnt, den Openerposten des diesjährigen BYH!!! zu übernehmen. Dies war erst der zweite Auftritt in Deutschland nach dem gelungenen Gig vor ein paar Jahren in Wacken. Und die Mannen um Sirene Sean Peck legten auch gleich selbstbewußt los und nutzten die große Bühne von Anfang an gut aus. Auffälliges optisches Merkmal war vor allem der muskelbepackte Gitarrist Dave Garcia, der sich wohl um einen Posten in 'Rambo 4' bewerben will. Kleines Manko des Auftritts war die durchwachsene Setlist, welche zahlreiche Hits aus dem zweiten und meiner Meinung nach stärksten Album 'Astrology' missen ließ. Vom Erstling gab es dann auch nur 'Shoot To Kill' zu hören. Aber man muß der Band bei der kurzen Spielzeit zugestehen, das Hauptmerkmal auf Songs des aktuellen Albums 'Darker Than Black' zu legen, welches ja auch ein ziemlicher Knaller war. Trotzdem konnten mich CAGE nicht total aus der Reserve locken, da auch Sean Peck nicht seinen besten Tag hatte und die Band im Club einfach besser aufgehoben war. Aber wollen wir nicht groß herum lamentieren, ihren Openerjob haben CAGE mit Bravour erledigt, auch wenn diese Show nicht die Durchschlagskraft von Sean Pecks Faust auf Blaze Bayleys Gesicht hatte.
Oliver Weinsheimer


RUFFIANS
Mit der Achtziger-US-Metal-Kult-Combo RUFFIANS stand früh am Morgen bereits das erste Highlight für so manchen echten Metaller auf dem Programm. Schaffte es die Band zu ihren eigentlichen Lebzeiten doch leider niemals nach good old Europe. Um so motivierter stiegen die Herren nun in ihr Set ein und ließen sich selbst und ihren Classic Metal so richtig hochleben. Der neue Mann am Gesang, der den leider viel zu früh verstorbenen und immer noch schmerzlich vermißten Carl Albert (remember VICIOUS RUMORS) beerbt hatte, machte seine Sache in der Tat so gut, daß man wirklich auf den Trichter hätte kommen können, er selbst hätte die legendäre RUFFIANS-EP anno 1985 eingeträllert. Auch das Outfit mit Spandex Hose, Nietengürtel samt an der Hose baumelnden Handschellen paßte wie die Faust aufs Auge. Der Rest der Band hielt sich hier, rein optisch, zwar deutlich bedeckter, ging ansonsten aber ebenfalls ab wie Schmidts Katze. Allen voran Gitarrist Chris Atchinson kniete sich mächtig rein (und bestätigte seinen Ruf als echtes Party Animal auch noch im weiteren Verlauf des Tages hinter der Bühne). Kurz, es machte einfach rundum Spaß, Klassikern wie 'Fight For Your Life', 'Eyes Of Fire' und 'Run For Cover' sowie bislang unbekannten, aber ebenso gelungenen Stücken wie 'Running Blind', 'Desert Of Tears' und 'Do Or Die' zu lauschen. Keine Ahnung, ob und wie die RUFFIANS weitermachen wollen, wenn sie allerdings das Niveau von diesem Tag auch bei einem neuen Longplayer halten können, dann nix wie her damit!
Kai Wollwert


SHOK PARIS
Bei abwechselnd böigem Wind und stechender Sonne heizten am Freitag-Vormittag die guten alten Ami-Metaller von SHOCK PARIS ein. Dabei schienen sie in all den Jahren Abstinenz nichts verlernt zu haben. Ein paar Kilos zuviel allerdings brachte Frontmann Vic Hix mit auf die somit bebenden Bretter, denen der stimmgewaltige Brocken sichtlich viel zuzutrauen schien. Von Anfang bis Ende rannte und jumpte er hochmotiviert umher und nutzte dabei jeden Zentimeter der prächtigen Bang Your Head!!!-Bühne. Der Blickfang war also ganz klar der Michelin-Mann im Tarnanzug, doch kommen wir zum Wesentlichen, der Musik. Diese war wie gesagt überzeugend. Schon von Beginn an war klar, daß die Songauswahl mit dem Opener 'Go Down Fighting', im folgenden 'Steel And Starlight' und 'Go For The Throat' alles andere als einen Griff ins Klo darstellte. SHOCK PARIS stehen für US-Metal von knackiger Härte aber auch großartige Melodien, wobei immer wieder die prächtigen Riffgewitter die eigentlichen Stützpfeiler der Songs sind. Neben der guten Stimme von Hix, die live nicht abkackte, sind seine Qualitäten als Entertainer zu nennen. So erhielt er auch durch seinen lockeren Umgang mit der schon gut vertretenen Meute Pluspunkte, die man übrigens auch dem treibenden Drummer der Band unbedingt zusprechen muß. Darüber hinaus überzeugten Songs wie 'Chosen Ones', 'Hot On Your Heels' und das rasende 'Never Say Why'. Leider hielt das Wiedersehen mit den alten Bekannten nicht lange - die Spielzeit an dieser Stelle des Billings gibt halt einfach nicht mehr her...
Chris Grenzer


KINGDOM COME
Oje, oje, so ein Pech aber auch! Der gute Lenny Wolf, der stimmlich für gewöhnlich eine sehr gute Figur abgibt, war ausgerechnet heute mit einer scheinbar ziemlich fiesen Erkältung gesegnet und konnte von daher nur ansatzweise so singen, wie man das von ihm gewohnt ist. Alles andere kam leider, leider richtig krächzend und einfach nur schräg rüber. Der arme Mann aus dem hohen Norden fühlte sich mit Sicherheit alles andere als wohl bei diesem Trauerspiel und doch ging er ganz offen mit seinem Problem um. So verglich er seine Stimme an diesem Tag mal eben mit einem Mülleimer und entschuldigte sich mehr als nur dreimal beim fast schon mitleidig wirkenden Publikum. Der tobende Schlußapplaus belegte aber, daß es Lenny die Darbietung nicht übel nahm, denn wer kann schon etwas dafür, wenn er krank ist? KINGDOM COME spielten an diesem Tag viel vom 'Independent'-Album (beispielsweise 'Mother'), ließen aber auch wohlweislich die großen Hits und Publikumsrenner wie 'Should I' oder 'Living Out Of Touch' nicht außen vor. Lennys Mitstreiter, von denen Basser und Drummer frisch mit an Bord gekommen waren, machten ihre Sache sehr gut. Leider wurde das Publikum erst gegen Ende des Sets so richtig warm und honorierte wie gesagt lauthals und trotz allem den unglücklichen Gig.
Chris Grenzer


BLAZE
Herr Bayley wird es sich wohl nicht mehr abgewöhnen, wie ein Duracell-Häschen zu klatschen, übrigens auch mit dessen Ausdauer und sogar während des Singens. Aber selbst das ist ja nicht wirklich als Schwachpunkt zu bewerten. Nach seiner überragenden Clubshow vom Vorjahr stand er nun auf der Hauptbühne und sang sich mit seinen Mannen souverän durch ein ausgewogenes Programm. Spätestens mit dem dritten Titel 'Silicon Messiah' durfte er als einer der Sieger dieses Festivals gelten. Die willfährig folgenden Metal-Touristen zeigten ihm bis hinten zum Mischpult das Zeichen der Hörner. Da stand sogar Drummer Jason kurz auf und hopste einen Moment hin und her, bevor 'Ten Seconds' noch einen draufsetzte, weil der zweite Singalong-Part - nur von der Rhythmusgruppe begleitet - durch Animateur Blaze vorn am Bühnenrand dirigiert wurde. Dann warfen die Gitarristen die Arme in die Höhe und stiegen sogleich in 'Blood & Belief' ein. Der Frontmann wirkte zunächst verhalten und war stimmlich "auf dem Sprung". Dann stapfte er umher wie Frankensteins Monster, ging leicht in die Knie wie ein verhinderter Bodybuilder, um schließlich die Arme hochzureißen, sich schwerfällig an den Bühnenrand zu bewegen, erneut zu knien und sich konzentriert seiner eigentlich Aufgabe zu widmen: Mr. Universum sang. Nun folgte nur noch 'Man On The Edge', und aus Tausenden Kehlen hallte es wider: "Falling down". Dann kam das Quintett komplett auf den Laufsteg und warf mit Plektren und Sticks umher. Noch schöner wäre es gewesen, hätte nicht irgendein Idiot ständig 'Clansman' dazwischengebrüllt. Aber das Publikum war (wie meist) zu friedlich, um ihn zur Ordnung zu rufen.
Jörg Schulz


PRIMAL FEAR
Was will man viel über eine so routinierte Band wie PRIMAL FEAR schreiben? Die Band spielt Shows am Fließband und ist perfekt aufeinander eingespielt. Auch der Drummerwechsel vor der letzten Platte geschah reibungslos und so spielte eine absolut tighte Band auf dem BYH!!! auf. Allerdings hatten die Süddeutschen zu Beginn starke Probleme mit dem Sound, was vor allem durch aufkommenden Wind verursacht wurde. Aber PRIMAL FEAR wären nicht PRIMAL FEAR, wenn sie nicht auch dieses Manko absolut professionell umschifften. Standesgemäß legte die Band furios mit 'Angel In Black' los und schon nach den ersten Tönen war zu merken, daß vor allem Sänger Ralf Scheepers einen exzellenten Tag erwischt hatte. Logischerweise lag der Schwerpunkt der Songauswahl auf dem aktuellen und bisher besten Album 'Devils Ground'. Sicherlich haben ein Großteil der Songs wie immer eine JUDAS PRIEST-Schlagseite, aber mit den Jahren haben sich PRIMAL FEAR durchaus als eigenständige Band gemausert und das stellten sie auch mit diesem Auftritt klar. Auf jeden Fall brauchen sie sich nicht hinter den durchwachsenen BYH!!!-Auftritten von HALFORD und JUDAS PRIEST selbst verstecken. Das Publikum zollte dieser engagierten Show auf jeden Fall überschwenglichen Beifall und auch wenn die Band recht oft zu sehen ist, so besitzen sie zumindest immer Unterhaltungswert.
Oliver Weinsheimer


ANTHRAX
Gespannt sein durfte man, ob die New Yorker auch ohne den kürzlich zu HELMET abgewanderten Frank Bello die gleiche Power versprühen würden, wie sie es auf den letzten Tourneen und Festivalauftritten getan hatten. Doch keine Frage, mit Joey Vera haben sich ANTHRAX einen exzellenten Ersatz besorgt, der sich auch optisch hervorragend zwischen den polierten Murmeln von Scott Ian und John Bush machte. Und auch wenn beim allgemeinen Headbangen nun nur noch der Ziegenbart von Scott fröhlich hin und her wippt, ist die Bühnenpräsenz des Fünfers ungebrochen stark! Mit jeder Menge Klassiker im Gepäck lieferten ANTHRAX einen umjubelten Auftritt ab, und bei Songs der Marke 'Caught In A Mosh', 'Got The Time' oder dem selten gespielten 'Be All, End All' ging in Balingen auch im Publikum die Post ab. Auch aktueller Stoff wie 'Safe Home' oder 'What Doesn't Die' paßte gut ins Programm, und bei 'Indians' packten einige Fans sogar selbstgebastelten Rothaut-Kopfschmuck aus, der zwar eher zu Bush-Vorgänger Belladonna gehört, aber dennoch für einige Lacher sorgte. Sogar die olle 'Spreading The Disease'-Kamelle 'Madhouse' wurde unter starkem Jubel dargeboten, es kann also kaum jemand behaupten, daß ANTRHAX ihre Vergangenheit verleugnen würden - auch wenn 'Metal Thrashing Mad' zum Bedauern der Old Schooler diesmal nicht im Programm war. Starker Gig der Amis, die sich mit diesem Auftritt auch bei den Fans wieder ins Gedächtnis brachten, die die großartigen Shows der letzten zwei Jahre verpaßt haben...
Martin Römpp


CHILDREN OF BODOM
In ganz Skandinavien sind CHILDREN OF BODOM schon lange in den Superstarolymp aufgestiegen, hierzulande ist die Hate Crew davon noch entfernt, auch wenn ihre Anhängerschaft stetig wächst. Damit war zumindest zweifelhaft, ob sie es schaffen würden, nach ANTHRAX noch ein Bein auf die Erde zu bekommen. Und sie bekamen, denn Frontmann Alexi 'Wildchild' Laiho und seine Mannen gaben eine echte Galavorstellung: Technisch auf höchstem Niveau agierten die Fünf extrem spielfreudig, zum Teil sogar leidenschaftlich und ließen so den Stimmungspegel nicht absinken. Tracks wie 'Sixpounder', 'You're Better Off Dead', 'Needled 24/7', 'Everytime I Die' oder natürlich das erklärte Lieblingsstück der Band 'Hate Crew Deathroll' verfehlten ihre Wirkung beim Publikum, unter dem sich übrigens bemerkenswert viele Mädels befanden, nicht. So tobte und rotzte (auch im wahrsten Sinne des Wortes) sich die Band durch ihr Best-Of-Programm und gewann definitiv einige neue Fans dazu. Womit auch der Lautstärkepegel des 'Happy Birthday'-Gesangs für Gitarren-Neuzugang Dani erklärt wäre, denn so laut und tief singen auch haufenweise Mädchen nicht alleine...
Sven Bernhardt


GOTTHARD
Daß es bei den einst so hart rockenden Swissies von GOTTHARD irgendwie kriselt, belegte auch ihr enttäuschender Gig beim Bang Your Head!!!-Festival. Woran lag es denn im einzelnen? Schon auf der vorletzten Tour fiel auf, daß sich die einst dreckig rotzende Rock 'n' Roll-Band zu einer glattgebügelten Mannschaft hin entwickelte, die - obgleich musikalisch sehr gut in Form - ihr Feuer verloren hat. So ähnlich wirken GOTTHARD an diesem Freitag leider immer noch und ich weiß nicht, ob das nur etwas mit der Tatsache zu tun hat, daß das Bang Your Head!!!-Publikum eher auf härtere Mucke steht (MAGNUM?!). Los ging's jedenfalls mit einem nach wie vor geilen Song, nämlich 'Standing In The Light', gefolgt von 'Make My Day'. Auffällig, der neue Mann an der zweiten Klampfe, der für den abgewanderten Mandy Meyer einsprang. Freddy Scherer, der früher den Nachnamen Laurence trug, ist ein alter Bekannter, wenngleich er sich optisch doch sehr von alten Tagen unterscheidet. Spielte er einst mit wallender Blondmähne die Axt bei CHINA, so trägt er jetzt bei GOTTHARD oben nackt. Spielerisch sehr überzeugend und super-cool wirkend kann man ihm nichts ankreiden. Sänger Steve "bodybraungebrannt" Lee ist wie immer stimmlich over the top, wirkt mit seinen neuen Haaren und den knackigen Bizepsen jedoch schon etwas - sagen wir mal untough. Nach CHILDREN OF BODOM zu spielen war bestimmt auch nicht der Lottogewinn für die Schweizer, aber das sind alles Peanuts im Vergleich zu den wirklich entscheidenden Dingen wie Musik, Performance und Sound. Letzterer war diesmal leider auch nicht gerade prickelnd. Okay, aber wenigstens arbeitete Leoni (der Angus aus der Schweiz) echt hart. Immer in Bewegung, drückte er beim kultigen 'Firedance', 'Human Zoo' vom aktuellen Album und 'Sister Moon' echt gut ab. So sind es Freddy und er, die noch den echten Rock 'n' Roll bei GOTTAHRD verkörpern. Alles andere wirkt irgendwie aufgesetzt - und das Publikum merkt so was...
Chris Grenzer


QUEENSRYCHE
Mit drückendem, klarem Sound von Beginn an und bei strahlender Sonne am Frühabend, beglückten uns die einzigartigen QUEENSRYCHE. Auf CD kriegen sie ja noch immer nicht so richtig die Kurve, aber live zeigten sie hier, daß noch was geht. Und mehr als das: Die Prämisse hieß 'Operation: Mindcrime' komplett plus Zugabe, was wohl keinen der begeisterten Fans enttäuschte. Die Herren Wilton, Jackson und Neuzugang Mike Stone (from outer space...) hatten ihre Amps erstaunlicherweise nach hinten gedreht, aber was soll's, wenn's vorne gut rauskommt, ne?! Bestimmt haben die Intelligenzbolzen ihre guten Gründe dafür. Geoff Tate, wie so oft cool, lässig und fast behäbig, streifte sich zur Feier des Tages die Anti-Bush-Jacke über und sang, na wie wohl? Großartig! Der Glatze abgedankt sah er wieder aus wie einst, was einen doch irgendwie beruhigte. Die Songs? Tja, wie gehabt, nahezu perfekt und fast wie von CD. Pamela Moore hatte man dann auch noch eben mit ins Gepäck genommen, die stimmlich ebenso brillant wie optisch edel ankam. Stone paßte zwar optisch nicht ins Gesamtbild, denn mit Glitzeranzug und Antenne auf dem wasserstoffgefärbten Butterhelm war er doch eher der Exot in der Band. Doch das läßt man sich natürlich gefallen, wenn der Rest stimmt. Sag einer, was er will, aber 'Breaking The Silence' und 'I Don't Believe In Love' kommen einfach super an und auch mit 'Take Hold Of The Flame' hatten QUEENSRYCHE zum Abschied die richtige Wahl getroffen. Die Fans sahen es ähnlich, womit QUEENSRYCHE neben ANTHRAX, LILLIAN AXE und SEBASTIAN BACH zu den Gewinnern des Festivals gehörten.
Chris Grenzer


ALICE COOPER
Der Schockrocker par excellence bewies erneut, was alle schon wußten. Er braucht trotz seiner 56 Lebensjahre noch lange nicht aufzuhören. Und das aus mindestens zwei Gründen: Erstens entwickelt er eine ungeheure Energie auf der Bühne, und zweitens sind seine neuen Songs kein müder, vernachlässigbarer Aufguß früherer Erfolge. Das zeigte sich besonders beim permanenten Wechsel der Songs aus verschiedenen Perioden, begonnen mit dem Opener 'Hello Hooray' (1973). Es folgten 'No More Mr. Nice Guy' (1973), 'Man Of The Year' (2003), 'Billion Dollar Babies' (1973), 'Between Highschool & Old School' (2003) und 'Muscle Of Love' (1974). Übergänge flossen leicht dahin - Alice auf eigenen Spuren und dennoch kein Spuk aus der Vergangenheit. Songs aus anderen Perioden fügten sich nahtlos ein, wobei 'I'm Eighteen' und 'Desperado' als weitere Höhepunkte ausgemacht werden konnten, bevor 'Halo Of Flies' eine Erholungspause für den Boß einleitete. Im zweiten Teil wechselten weniger bekannte Tracks ('Sick Things') mit Chartbreakern ('Only Women Bleed'). Selbstverständlich wurden die Songthemen auch wieder szenisch umgesetzt. So gab es bei 'Backyard Brawl' tatsächlich eine Keilerei von Statisten in Biker-Uniformen, wobei sich auch die Musiker einbrachten. Alice & Co. lieferten unerwartet viele Showelemente, so die Nummer mit dem Degen, des Meisters 'Dragontown'-Maskerade oder sein Auftritt als spanischer Grande, Töchterchen Calicos Bordsteinschwalben-Einlage und natürlich die Sache mit der Zwangsjacke. Einige Fans trauerten ob des Wegfalls der Guillotine, aber man kann schließlich nicht alles haben. Eine stürmische Version von 'School's Out' beendete den regulären Teil, bevor 'Brutal Planet' die Zugabe einläutete. Nach dem bejubelten 'Poison' und dem Klassiker 'Under My Wheels' war dann wirklich Schluß und die Leute happy. Schade lediglich, daß Alice im (hoffentlich) Abwahljahr von Mr. Bush auf 'Elected' verzichtet hat.
Jörg Schulz







FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2004



Untitled Document
Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:

YouTube-Video





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ROCK OF AGES-Festival
Am 30. und 31. Juli 2010 findet in Seebronn bei Rottenburg das fünfte ROCK OF AGES-Festival statt - mit FOREIGNER, GOTTHARD, GOLDEN EARRING, AXXIS und zahlreichen weiteren Bands sowie großem Rahmenprogramm für Familien. Weitere Informationen auf der ROCK OF AGES-Homepage.




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Weitere Informationen dazu und ein entsprechendes Formular findet Ihr auf dieser Seite.



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