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BYH!!!-Impressionen auf YouTube
Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.

BYH!!! Impressionen 2009 auf YuTube



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Das aktuelle HEAVY ist ab sofort im Handel erhältlich: Mit SCORPIONS-Titelstory, JUDAS PRIEST, MASTERPLAN, ANNIHILATOR und vielem mehr!

Inhalt und Leseproben...



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Und so war's 2003...
BYH-SAMSTAG, 28. Juni
 




TWISTED SISTER
THIN LIZZY
U.D.O.
OVERKILL
Y & T
HYPOCRISY
PINK CREAM 69
BRAINSTORM
MASTERPLAN
ANGEL WITCH
HIRAX

 






HIRAX
Erstaunlich, wie viele Loonies schon frühmorgens um Zehn nach einer Dosis hysterischen Speed Metals dürsteten. Es dürften schon mehrere Tausend gewesen sein, die dem, meiner Theorie nach, unehelichen Kind von Roberto Blanco - achtet mal beiderseits auf die blitzenden Zähne und das manische Augenrollen! - namens Katon und seinen Spielkameraden vor der Bühne auflauerten. Ein Donnerschlag, und los ging es mit 'Barrage Of Noise'. Die Truppe wirkte ähnlich wie bei DESTRUCTOR, als hätte man sie mit einer Zeitmaschine aus dem Jahr 1986 direkt auf die Bühne Balingens katapultiert. Das schicke Jäckchen zumindest, das Katon während der gesamten drei Festivaltage spazierenführte, gibt es heutzutage sicher nirgendwo mehr in ähnlich cooler Ausführung zu erstehen. HIRAX hatten nur dreißig Minuten, daher beeilten sie sich auch dementsprechend. 'Broken Neck', 'Destroy', das hammergeile 'Demons Evil Forces', alles wurde in Wir-haben-doch-keine-Zeit-Manier runtergebrettert, daß es eine wahre Freude war. Viele Fans, die die Truppe von den ollen Schallfolien her nicht so prall fanden, waren positiv überrascht bis baßerstaunt darüber, das die Burschen live um Klassen besser rüberkommen und es aufgrund der enormen Spielfreude auch nicht mehr stört, daß Katon definitiv nicht für fünf Pfennig singen kann. Das noch von der legendären 'Metal Massacre'-Reihe her bekannte 'Bombs Of Death' beschloß eine äußerst coole Performance, welche HIRAX einige neue Freunde beschert haben dürfte.
Arno Hofmann


ANGEL WITCH
Nach dem durchwachsenen Auftritt in Wacken vor ein paar Jahren war man gespannt auf die rundum erneuerten ANGEL WITCH. Das neue Line-up könnte man schon fast als British-Bay-Area-Metal bezeichnen, da neben dem einzigen Original-Mitglied Kevin Heybourne ausschließlich alte Bay Area-Helden wie Lee Altus (Ex-HEATHEN), Darren Minter (Ex-HEATHEN) und Jon Torres (ULYSSES SIREN, Ex-LAAZ ROCKIT) vertreten waren. Dementsprechend hart war dann auch der Gitarrensound. Lee schmetterte einem das volle Riffbrett um die Ohren und der Sound war für eine NWoBHM-Band schonfast zu hart, da manchmal die genialen ANGEL WITCH-Harmonien etwas im Riffgewitter untergingen. Aber das störtenicht all zu sehr, denn mit ausschließlich Songs von Erstling plus der 'Sweet Danger'-Single wurde man mit British Metal-Perlen erster Kajüte versorgt. Zwar benötigte die Band zwei oder drei Songs, um endlich aufzutauen, aber spätestens bei der Bandhymne 'Angel Witch' hatte Kevin ganz Balingen in der Hand. Das abschließende 'Angel Of Death' markierte dann den Höhepunkt eines erstklassigen Auftritts, der die mittelmäßige Show in Wacken locker in die Tasche steckte. Allerdings würde ich die Band gerne mal in einem Club erleben, da dort die Atmosphäre noch um einiges intensiver ist und bei einem Open Air verpufft immer ein großer Teil der Energie solcher Bands. Trotzdem Daumen hoch für ANGEL WITCH.
Oliver Weinsheimer


MASTERPLAN
Nachdem MASTERPLAN mit ihrem Debüt flächendeckend für Begeisterung sorgen konnten, will das Team um Roland Grapow nun auch auf dem Livesektor für Furore sorgen. Daß man auf der absolvierten HAMMERFALL-Tour viel Routine gewonnen hatte, konnte man auch in Balingen feststellen, denn langsam aber sicher scheint sich Jorn Lande auch auf den Bühnenbrettern ein wenig wohl zu fühlen. Zwar ist er immer noch kein Frontmann im eigentlichen Sinne, schaut zu oft verbissen drein und begnügt sich mit Posen aus dem Standard-Handbuch für Liveauftritte, doch mit Songs wie 'Spirit Never Die', 'Enlighten Me', 'Crystal Night' oder 'Crawling From Hell' im Rücken kann man sowieso nicht viel falsch machen. Ganz anders dagegen der Rest der Band - vor allem Grapow merkt man die neugewonnene Spielfreude förmlich an! Mit einem permanenten Grinsen im Gesicht hüpft der Klampfer über die Bühne, als hätte er nie schlechte Zeiten gesehen, und auch Uli Kusch weiß, wie man neben der exzellenten Schlagzeugarbeit auch das Publikum zum Mitmachen animieren kann. Und auch wenn Jan S. Eckerts Grätenbaß bei Tageslicht ohne Blinkeffekte auskommen muß und Axel Mackenrott für meine Begriffe immer noch planlos über die Bühne stolpert, wenn er gerade nicht die Keys bedient, kann man MASTERPLAN eins nun attestieren - nämlich daß sie sich zu einer echten Band entwickelt haben, mit der man auch auf längere Sicht rechnen muß!
Martin Römpp


BRAINSTORM
Keine Gefangenen gab's beim BRAINSTORM-Auftritt - die Schwaben zeigten gleich beim neuen Opener 'Highs Without Lows', was die Stunde geschlagen hat. Die Power der Band blies einen sprichwörtlich um, und allen voran schien Shouter Andy B. Franck eine große Portion Müsli gefrühstückt zu haben. Das Laufpensum, das der Kerl während des 40minütigen Sets absolvierte, hätte mal wieder manchen Sportler aus der Puste gebracht - und das auch ohne dabei noch erstklassig zu singen! In Sachen energiegeladener Performance fällt mir ehrlich gesagt international kein anderer Kandidat mehr ein, der Herrn B. Franck das Wasser reichen könnte - und das muß auch mal so gesagt werden! Das wieder mal zu kurze Programm (wann kommt die Headliner-Tour?) beinhaltete Kracher wie 'Blind Suffering', 'Crush Depth', 'Hollow Hideaway' oder 'Shadowland', und bei der Präsentation des neuen Tracks 'Shivas Tears' griffen BRAINSTORM in die Trickkiste und zauberten drei indische Tempeltänzerinnen auf die Bühne, um das textliche Konzept der Nummer auch optisch umzusetzen. Coole Sache und der Beweis, daß man sowas auch mit Niveau machen kann! Sympathiepunkte sammelte die Band auch durch die Aktion, Shirts vergangener Tourneen während des Sets ins Publikum zu werfen. 'Under Lights' diente dann noch als Rausschmeißer und beendete eine Show, die BRAINSTORM wieder einen großen Schritt nach vorne gebracht haben dürfte - wie auch der Charteinstieg der neuen Scheibe 'Soul Temptation' in der darauffolgenden Woche deutlich gemacht hat. Glückwunsch!
Martin Römpp


PINK CREAM 69
"Na, auch zu lange gefeiert?", fragte David Readman die Anwesenden, nachdem die deutsch-griechisch-britisch-amerikanische Musikanten-Union sich sauber durch den ersten Song 'Twisted' gezockt hatte. Beim anschließenden 'Livin' My Life For You' wackelten endlich auch die süßen Mäuse mit ihren zarten Hintern - Partystimmung im Publikum. David nutzte die Bühne inklusive des Laufstegs voll aus, war stimmlich gut drauf, hätte sich aber physisch gern eine bißchen mehr einsetzen können. 'Higher Kind' erwies sich in der aktuellen Darbietung als mächtiger Kracher, vielleicht weil der Sound mit Hilfe des zusätzlichen zweiten Gitarristen Uwe, der erst vor kurzem als Frischling in die Band kam, verdammt dicht wurde. Eigentlich war die Frage "Seid ihr fit?" nach 'Talk To The Moon' überflüssig. Das Publikum ging nämlich toll mit und jubelte die Band zum nächsten Hit: 'Break The Silence' vom Album 'Electrify', gefolgt von 'Lost In Illusion', einem "really fuckin' rocker", wie der Frontmann ankündigte. 'Welcome The Night' wurde ebenfalls abgefeiert, und kurz vor Schluß kleidete der Shouter eine Hoffnung in folgende Worte: "Vor zwanzig Jahren hat jeder gerockt, und der Rock 'n' Roll übernimmt jetzt wieder. Wir brauchen keine fuckin' Britney Spears oder verdammte Popstars.". Es folgte das ausgezeichnete 'Seas Of Madness', alle Arme zwischen Bühne und Mischpult reckten sich in die Höhe. Leider geriet der Rausschmeißer 'Shame' zu einer kleinen Enttäuschung. Dennoch: "Es war ein guter Gig", wie AXXIS-Shouter Bernhard Weiß weiß, der die ganze Zeit im Publikum stand und zwischendurch immer wieder anerkennend nickte.
Jörg Schulz


HYPOCRISY
Es war mindestens genauso heiß wie am Vortag bei AMON AMARTH und nachdem HYPOCRISY in der Vorwoche den wohl schlechtesten und desaströsesten Gig ihrer Karriere beim Gods Of Metal-Festival in Italien absolviert hatten (da muß so ziemlich alles schief gegangen sein, was nur schief gehen kann!), merkte man den Schweden vor dem Auftritt auch deutlich die Anspannung an. Doch als Mastermind Peter Tägtgren und seine Jungs dann mit 'Fractured Millenium' furios in ihr Set einstiegen, schien plötzlich alles wie weggeblasen. Ein Wunder, wenn man weiß, wie extrem der Maestro und sein Drummer Lars sich am Vorabend backstage die Lichter ausgeschossen hatten. Aber dafür sind sie mittlerweile abgezockt genug, daß sie dennoch einen professionellen Gig auf die Bretter legen können. Nachdem Peter den eigentlich doch recht zurückhaltenden und im Vergleich zu AMON AMARTH deutlich weniger euphorischen Fans verkündet hatte, daß HYPOCRISY diejenigen sind, die den "Death Metal to this Power Metal Festival" bringen, folgte mit 'Pleasures Of Melostation' wohl tatsächlich der extremste Song des gesamten Wochenendes - voll geil! Jedoch je länger das Set dauerte, desto mehr merkte man, daß Meister Tägtgren stimmlich doch ein wenig angeschlagen war und daß den Jungs die sengende Hitze deutlich zu schaffen machte. So hechelte man sich dennoch recht stark durch den insgesamt einstündigen Gig, bei dem als absolutes Highlight zum vorletzten Track - der gecoverte DESTRUCTION-Smasher 'Total Desaster' - Thrash-Urgestein Schmier das Mikro übernahm und nicht nur kurzfristig Herrn Tägtgren verschnaufen lies, sondern ohne Baß durchaus furios und mitreißend über die Bühne fegte. Abschließend gab es noch den Megahit 'Roswell 47', ehe man sich von der Bühne schleppte und erst einmal kollektiv in den Backstage-Swimmingpool hechtete (der gute Peter gar mit einem lupenreinen 10-Punkte-Salto)!
Hage


Y&T
TWISTED hin, SISTER her, für viele waren Y&T die heimlichen Headliner! Mir war zwar klar, daß nicht nur ich die Scheiben der Kalifornier vergöttere, doch daß so viele Fans förmlich ausflippen und jeden Song, den Dave Meniketti und Co. an diesem Tag intonierten, lautstark mitsingen würden, hätte ich nicht erwartet. Dabei hat es kaum eine Band so verdient, endlich mal wieder in Europa abgefeiert zu werden, wie Y&T, die zuletzt Anfang der 80er in unseren Breitengraden unterwegs waren. Mit 'Meanstreak' gelang ein Einstand nach Maß, und die liebevoll ausgetüftelte Setlist umfaßte Klassiker en masse - stellvertretend seien mal nur 'Hurricane', 'Black Tiger', 'Forever' oder das mit einem Mitsingteil ausgestattete 'Hell Or High Water' genannt. 'Rescue Me' sorgte selbst bei 35 Grad für Gänsehaut und stellte mal wieder unter Beweis, was für geniale Songs Y&T in ihrer mehr als 25jährigen Karriere geschrieben haben. Daumen hoch auch für die Tatsache, daß neben Meniketti auch Phil Kennemore und Leonard Haze am Start waren - somit standen in Balingen drei Viertel der Ur-Besetzung auf der Bühne und keine bessere Coverband. Zwar hatte Herr Haze ein paar kleine Timingschwierigkeiten, doch die machte er mit seinem Groove locker wieder wett, und Phil Kennemore hat in seiner Y&T-losen Zeit auch nichts verlernt - der Typ post auch im gehobenen Alter noch wie ein junger Gott. Dazu noch Menikettis bluesige Soli und die charismatische Stimme - und fertig ist ein Konzert, das zu den Meilensteinen der Bang Your Head!!!-Geschichte gezählt werden muß...
Martin Römpp


OVERKILL
Nach der fast schon tragisch zu nennenden Absage im letzten Jahr und der mehr als genialen Setlist bei ihrem letzten Wacken-Gig war ich super gespannt, wie sich die Live-Bank OVERKILL auf der Balinger Bühne schlagen würde. Um das Fazit vorwegzunehmen, Bobby Blitz und Co. wurden für mich leider zur einer der wenigen Enttäuschungen des Festivals. Das lag noch nicht mal an der Spielfreude oder der -technik, sondern schlicht und ergreifend an der Songauswahl. Irgendwer hätte der Band vielleicht stecken sollen, daß ein Festival was anderes ist, als ein regulärer Tourgig zur Promotion eines aktuellen Albums (Martin, was glaubst du, was ich Bobby und Dave zehn Minuten lang versucht habe, klar zu machen, nachdem ich die Setlist vor dem Auftritt für die Band abgetippt hatte?! Keine Chance... - Jagger). Auf einem Festival wollen die Fans verdammt noch mal Klassiker hören (DOKKEN zum Beispiel haben das vorbildlich beherzigt) und obwohl OVERKILL davon eigentlich en masse haben, mußten wir uns mit 'Unholy', 'Necroshine', 'Infectious', 'Damned', 'Long Time Dyin'' oder 'New Machine' herumplagen. Wo zum Henker waren 'Rotten To The Core', 'Powersurge' oder 'Wrecking Crew'? Die ersten vier Alben wurden mit 'Hammerhead' und 'In Union We Stand' ('Fuck You' ist ein Cover und zählt daher nicht richtig) viel zu sparsam bedacht. Viel konnten die New Yorker dann auch mit 'Bastard Nation', 'Supersonic Hate' und 'Elimination' nicht mehr gut machen...
Martin Brandt


U.D.O.
'Man And Machine' war der perfekte Eröffnungstrack für das gute Stündchen, das Udo und seine Crew - zunächst alle mit Sonnenbrillen auf der Nase - zur Verfügung hatten. Sie folgten der bekannten Choreographie, Udo mal hinten und mal vorn im steten Wechsel mit seinen drei Langhalsgiraffen. "Schön, wieder hier zu sein: geile Atmosphäre, geiles Publikum.". Genau. Udo startete allerdings nicht in seinem 'Man And Machine'-Outfit, sondern in Tarnhose, Lederjacke und dem T-Shirt von der "Russian-Tour". Immer wieder fanden sich Udo und Stefan Kaufmann am Bühnenrand zusammen - vielleicht, weil sie es genossen, daß eine ACCEPT-Aura über ihnen zu schweben schien. Während die Band 'Metal Heart' intonierte und das bekannte 'Für Elise'-Motiv einfließen ließ, war die Stimmung schon verdammt gut. Bei 'Princess Of The Dawn' landete sie auf dem Siedepunkt. Da riß auch Tom Angelripper, der sich unter die Leute gemischt hatte, seine Faust hoch und brüllte mit. Udo war ganz vorn am Laufsteg, dirigierte die Meute und brüllte: "Ihr seid unglaublich!". Ein wenig albern, daß er schon nach 'Animal House' meinte: "Das war's.". Natürlich nicht! Mit 'Balls To The Wall' knallte ein weiteres Highlight rein. Nach dem wenig heiligen nächsten Song kam eine kleine Überraschung: "Ein Stück, das wir ewige Zeiten nicht gespielt haben: 'Im A Rebel'!", dem von tausenden Kehlen heldisch mitgegrölten "Heidi-heido-heida" folgte 'Fast As A Shark' mit einem Flitzefinger-Duell. Dann war wirklich Sense, und der heimliche (Co-)Headliner des Sonnabends meinte: "Okay, Balingen, bis zum nächsten Jahr! Tschüß und schönen Dank.". Wir warten drauf.
Jörg Schulz


THIN LIZZY
Nach einem wahren Siegeszug von U.D.O. und vor der epochalen Wiederbelebung einer gewissen New Yorker Band, hatten John Sykes' THIN LIZZY die undankbare Aufgabe, den beinahe schon gefährlich hohen Stimmungspegel zwischen diesenbeiden Killer-Formationen weiter aufrechtzuerhalten. Um es vorwegzunehmen, es ist ihnen nicht gelungen. Zwar zockte man Klassiker wie 'The Boys AreBack in Town,' 'Waiting For An Alibi,' 'Black Rose' oder den 'Cowboy Song' so souverän wie eh und je herunter, aber der berühmte Funke wollte an diesem Tag nicht so recht überspringen. Da nutzte es auch nichts, daß Mr. Sykes jeden Song und jede Note der Erinnerung an den legendären THIN LIZZY-Kopf Phil Lynott widmete und just in diesem Moment unser Böss ganz SCORPIONS-like mit einem riesigen Kran über den Köpfen der Fans schwebte und einige T-Shirts in die Menge schmiß. Vielleicht waren die dargebotenen Nummern aber auch nur zu vorhersehbar, man klebte nämlich viel zu sehr an der 'One Night Only'-Live-CD und baute mit 'Chinatown' nur eine echte Überraschung in das Set ein. Gern gehörte Songs wie 'Angel Of Death,' 'The Rocker' oder 'Renegade' blieben einmal mehr in der Schublade. Aber alles in allem machte es schon Spaß, diesen altgedienten Vollprofis beim Spielen ihrer vielen unsterblichen Hits zuzusehen.
Kai Wollwert


TWISTED SISTER
Schon lange vor dem ersten Ton gab es reichlich Gesänge, Rufe und ein heilloses Gedrängel vor der Bühne, um den einzigen TWISTED SISTER-Gig in Deutschland hautnah miterleben zu können. Als dann nach und nach die Band, zum ersten mal seit zwölf Jahren im originalen Line-up, die Bühne betrat,begann ein grandioser Auftritt der Entertainment-Crew. Das Publikum mußte gar nicht erst erobert werden, sondern es feierte wie noch niemals zuvor beim Bang Your Head!!!... und DAS will wirklich etwas heißen. Bereits die ersten drei Hammertracks: 'What You Don't Know', 'The Kids Are Back' und 'Stay Hungry' brachten die Massen zum kompletten Ausrasten. Grund genug gab es auch weiterhin: Angefangen bei selten gehörten Tracks wie 'Ride To Live - Live To Ride', dem balladesken 'The Price' oder auch 'Come Out And Play' bis hin zu festen Größen à la 'Under The Blade' oder 'Like A Knife In The Back', jeder Song kam unglaublich energiegeladen und frisch von der Bühne. Ein frühzeitiger Höhepunkt war das aus tausenden Kehlen gesungene 'We're Not Gonna Take It', das nach seinem regulären Ende immer wieder angespielt wurde. Die frenetischen Reaktionen beeindruckten offenbar auch die sichtlich gealterten Herren hinter dem Band-Gott Dee Snider. Sichtlich genossen sie ihren ungewohnten Status. So gebauchpinselt versprach Dee, all seinen Freunden von diesem unglaublichen Land der geilen Festivals zu erzählen und bekannte, daß dieser Abend es mehr als nur wert war, das Tuntenoutfit wieder anzulegen. Recht hat er! Was folgten, waren weitere Hits wie 'I Wanna Rock', bevor mit 'SMF' ein echter Triumphzug durch das einsetzende grandiose Abschlußfeuerwerk beendet wurde. Wie immer zu früh.
Sven Bernhardt





FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2003


Untitled Document
Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:

YouTube-Video





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ROCK OF AGES-Festival
Am 30. und 31. Juli 2010 findet in Seebronn bei Rottenburg das fünfte ROCK OF AGES-Festival statt - mit FOREIGNER, GOTTHARD, GOLDEN EARRING, AXXIS und zahlreichen weiteren Bands sowie großem Rahmenprogramm für Familien. Weitere Informationen auf der ROCK OF AGES-Homepage.




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