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Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.
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Unser Amazon-Tip:
Und so war's 2003...
BYH-FREITAG, 27. Juni 2002
DIO
HAMMERFALL
SODOM
DOKKEN
ANNIHILATOR
T.N.T.
AXXIS
AMON AMARTH
ROB ROCK
BITCH
DESTRUCTOR
DESTRUCTOR
Nachdem die reaktivierten US-Metaller von DESTRUCTOR bereits in
der Warm Up-Show in der Nacht zuvor im WOM eindrucksvoll zeigten,
daß es sich bei der Band aus Cleveland keinesfalls um altersschwache
Freizeit-Metaller handelt, war es nur verständlich, daß
sich am Freitag morgen gegen 10.00 Uhr schon eine ansehnliche Anzahl
von US-Metal-Supportern auf dem Festival-Areal versammelte. Die,
wieder einmal, wunderschöne Bühne in Balingen war somitder
perfekte Rahmen für einen Wake Up Call, der sich wirklich gewaschen
hatte. Nach dem bekannten Intro stiegen Dave Overkill (v, g) und
Mannen motiviert bis in die teilweise nur noch spärlich vorhandenen
Haarspitzen in ihren 35minütigen Set ein. Ähnlich wie
beim Clubgig kamen auch hier die Highlights der legendären
'Maximum Destruction'-Platte zum Zuge und einmal mehr kam man in
den Genuß von arschgeilen Nackenbrechern wie 'Destructor,'
'Take Command' oder dem brachialen 'Pounding Evil'. Von der brandneuen
CD, die auf dem Festival für schlappe zehn Euro haben war,
zockte man den Titeltrack 'Sonic Bullet', welcher sich ohne den
geringsten Qualitätsverlust in den Set integrierte. Schade
war nur, daß auch beim Open Air-Auftritt von DESTRUCTOR der
Klassiker 'Storm Of Steel' fehlte. Aber egal, nach einer viel zu
schnell verstrichenen, guten halben Stunde war man sich einig, daß
DESTRUCTOR nach zwei hochklassigen Gigs beim Bang Your Head!!! allerschnellstens
auf deutsche Bühnen zurückkehren müssen! Kai Wollwert
BITCH
Richtig gespannt konnte man auf die Ankunft von BITCH sein. Wie
würde sich das optische Aushängeschild der Balinger Menge
nach so langen Jahren der Anonymität präsentieren? Kommt
ein verlebter Jabba-The-Hut-Verschnitt? Oder ein verhärmtes
Heimchen? Nö, nix von alledem, Madame war definitiv prima in
Form, und das zwanzig Jahre nach ihrer 'Be My Slave'-Ära. Respekt
und Anerkennung! Aber wie sah es mit den eigentlich wichtigsten
Körperteilen aus, den Stimmbändern? Entwarnung auf der
ganzen Linie, auch hier hing nichts schlaff herunter. Die braungebrannte
Metal-Domina brachte all die alten Hits prima rüber. Eigentlich
erstrahlten Songs wie 'Leatherbound' oder 'Be My Slave' in richtig
neuem Glanz, denn im Vergleich zu jungen Jahren verfügt Lady
Betsy heute definitiv über ein größeres Stimmvolumen
und brachte mehr Melodie und Power in ihren Parts unter, als man
es noch von den fossilen
Vinyl-Schinken her gewohnt ist. Der Schwerpunkt des Materials lag
naturgemäß auf den härteren, frühen Sachen,
da die Zielgruppe für solche Weisen vollzählig vor der
Bühne versammelt war. Das Publikum nahm das Dargebotene auch
äußerst wohlwollend auf - ein Banger hatte sich gar mit
Farbe "Betsy, I'm your slave" auf die Brust gepinselt!
- und so konnten alle Beteiligten mit der guten halben Stunde strenger
Erziehung zufrieden sein. The Bitch fühlte sich dabei sichtlich
wohl on stage, auch ihre agile Begleitband zeigte keine Spur von
Unsicherheit, obwohl ein Auftritt dieser Art für die US-Mannschaft
sicher nicht alltäglich ist. Auch die im Vorfeld geäußerte
Unsicherheit in der Kleiderfrage "was wollen die deutschen
Fans denn, das ich anziehe?" wurde zur allgemeinen Zufriedenheit
gelöst. Der Leder-BH war schon okay Betsy... Arno Hofmann
ROB
ROCK
Zu früher Stunde konnte man schon einen der besten Sänger
der Szene erleben, der mit seiner Truppe extra für diesen Gig
aus Florida eingeflogen war. Wie schon auf der Tour mit AXEL RUDI
PELL konnte Rob Rock das schon zahlreich anwesende Publikum problemlos
in seinen Bann ziehen. Eigentlich eine Schande, daß vielen
Metallern der Lockenkopf mit der großen Stimme immer noch
kein Begriff ist, doch wer die Band in Action erlebt, dürfte
Herrn Rock kaum mehr in die Melodic Rock-Schublade stecken. Dazu
ist das Material zu energiegeladen, und auch wenn Rob sich im Studio
lieber von Roy Z und Konsorten unter die Arme greifen läßt,
weiß auch seine Touring Band absolut zu überzeugen. Herausragend
natürlich Gitarrist Rick Renström, der nicht nur bei neuen
Songs wie 'Rock The Earth' oder 'Eyes Of Eternity' und Material
des Rockschen Solodebüts 'Rage Of Creation' wie 'Judgement
Day' oder 'Streets Of Madness' glänzte, sondern auch bei IMPELLITTERIs
'Warrior' und dem M.A.R.S.-Klassiker 'Nations On Fire' zeigen konnte,
wo der neoklassische Gitarrenhammer hängt. Der Mann ist der
lebende Beweis, wie man mit Willenskraft ein Handicap überwinden
kann! Auch Rob himself war glänzend aufgelegt und nicht nur
stimmlich über jeden Zweifel erhaben, sondern legte auch eine
agile Performance auf die Bretter. Wollen wir hoffen, daß
uns die Truppe im Herbst noch auf einer kompletten Tour ihr Können
zeigen wird, denn auf der Bühne macht den Amis kaum einer was
vor - was von den Bang Your Head!!!-Besuchern mit zunehmender Begeisterung
honoriert wurde... Martin Römpp
AMON
AMARTH
Zu brütend heißen Mittagstemperaturen stiegen die Wikinger
von AMON AMARTH auf die heiligen Bang Your Head!!!-Bretter, um den
eigentlich eher softer orientierten Jüngern ein paar ihrer
Viking-Death-Göttergaben näher zu bringen. Tja, und wie
man das von den Herren Hegg, Mikonen & Co. auch gar nicht anders
gewohnt ist, zogen sie gnadenlos ihr Ding durch und konnten damit
nicht verlieren. Schließlich waren doch erstaunlich viele
Banger in härteren Leibchen gekleidet und folglich wurden neue
Songs wie das eröffnende 'Death In Fire', das mitreißende
'Versus The World', 'Where Silent Gods Stand Guard' und das zum
Mitshouten geeignete 'Bloodshed' genauso frenetisch abgefeiert wie
auch ältere Knaller vom Schlage 'Bleed For Ancient Gods', 'The
Last With Pagan Blood' oder der wie immer abschließende Überhit
'Victorious March'. Dabei störte es dann auch nicht weiter,
daß anfangs doch erhebliche Soundprobleme auszumachen waren
und die Band zu Beginn noch einige kleinere Hänger hatte. Denn
wenn man einen derart selbstbewußten und sympathischen Fronthünen
am Start hat wie Johan "Jetzt geh'n wir saufen" Hegg,
dann ist alles andere fast schon egal. Unglaublich, wie sicher er
mit der Masse spielte, hier ein aufblasbares Schwert aus dem Publikum
schwang, dort wieder einfach nur dastand, die Fäuste in den
Himmel reckte und sich abfeiern ließ... So muß das sein
und wenn die Band nicht plötzlich verlernt, geniale Songs zu
schreiben, dann geht der unaufhaltsame Gipfelsturm der Schweden
noch ganz lange weiter. Who will stop them? Hage
AXXIS
'Eyes Of Darkness' haute gleich zu Beginn mächtig rein. Diese
Band schien sich nach ihrer längeren Bühnenabstinenz mit
einem Donnerschlag zurückmelden zu wollen. Der große
Knall blieb zwar aus, die Jungs waren dennoch mit Petrus im Bunde:
Bei 'Sun Goes Down' verabschiedete sich die Sonne tatsächlich,
und mit 'Brother Moon' kündigte sich der Regen endgültig
an. Als 'My Little Princess' aus den Boxen kam, tröpfelte es
schon recht stark. Zwar bröckelte aufgrund der Nässe einiges
Publikum an den Seiten ab, aber die Leute im Zentrum des Geschehens
hielten trotz der Sturzflut aus und waren bald naß bis auf
die Haut. Sänger Bernhard machte das nichts aus: "Wenn
du bei Hitze singst, kann es schon mal passieren, daß die
Stimme wegbleibt. Bei Regen ist diese Gefahr erheblich geringer.".
Trotz nasser Füße konnte die Stimmung spätestens
bei 'Flashback Radio' nicht mehr besser sein. Bernhard Weiß
war ein agiler
Frontmann, ließ sich einregnen, schüttelte die nassen
Zotteln und heizte die Menge an. Weshalb nun unbedingt 'Save Me'
in diesem kurzen Set sein mußte, führte zwar zu kurzem
Rätselraten und einem minimalen Stimmungsknick, aber das war
mit dem nächsten Knaller 'Living In A World' gleich wieder
vorbei. 'Little Look Back' und 'Kingdom Of The Night' schienen das
Set zu beschließen, doch dann kam doch noch 'Na Na, Hey Hey,
Goodbye', das von vielen fröhlich mitgesungen wurde. Auch sonst
folgten die Besucher dem Sänger: Nachdem er sich über
seine Enteritis vom Vorjahr aufgrund der Qualität der Fisch-"Gerichte"
ausgelassen hatte, verlief sich zunächst niemand mehr an diesen
Stand. Jörg Schulz
T.N.T.
Nach dem Platzregen während AXXIS schien pünktlich zu
T.N.T. wieder die Sonne. Lange hatten sich die Norweger nicht mehr
in Deutschland blicken lassen und um so gespannter war man auf den
Auftritt der Band. Leider konnte die Band der hohen Erwartungshaltung
schon zu Beginn nicht entsprechen. Nach dem behäbigen Einstieg
mit dem neuen Song 'Give Me A Sign' fiel vor allem die Kraftlosigkeit
der Stücke neueren Datums auf. Zwar wurden die Tracks technisch
perfekt dargeboten, aber T.N.T. konnten
zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zu dem Publikum aufbauen. Deswegen
hielten sich die Reaktionen der Fans auch deutlich zurück.
Das lag auch an der schlechten Songauswahl, die mit 'Seven Seas'
nur einen Klassiker der Band enthielt. Wo waren 'Thor With The Hammer',
'10.000 Lovers' oder 'Deadly Metal'? Damit wären T.N.T. mit
Sicherheit besser gefahren. Dazu kommt noch das überlange,
todlangweilige Solo von Gitarrist Ronnie LeTekkro, welches bei der
Spielzeit überflüssig wie ein Kropf war. Insgesamt wirkte
die Band etwas unmotiviert und spielte ihren Stiefel einfach runter.
Unverständlich bei der Größenordnung des Bang Your
Head!!!, jede andere Band wäre an ihrer Stelle wahrscheinlich
motiviert bis in die Haarspitzen gewesen. Für mich waren T.N.T.
die einzige Enttäuschung eines ansonsten hervorragenden Festivals. Oliver Weinsheimer
ANNIHILATOR
Nachdem man sich mit AXXIS und T.N.T. gleich durch zwei hard-rockende
Formationen kämpfen mußte, war es um Viertel vor Vier
an der Zeit, das Härte- und Gaspedal wieder etwas weiter durchzutreten.
Als Chauffeur hierfür standen ANNIHILATOR auf dem Fahrplan,
wobei es ihr erster Auftritt in Germany mit brandneuem Shouter David
Padden war, was die Sache nochmals spannender machte. Los ging es
mit einigen Songs neueren Datums wie 'Ultra Motion' vom letzten
Studiooutput 'Waking The Fury,' die dem Pulk vor der Bühne
das ein oder andere Verzücken entlocken konnte, bevor man eine
Zeitreise in die eigene Vergangenheit antrat. Der Bärenanteil
des knapp einstündigen Auftritts wurde dann mit den Titelsongs
der Alben 'King Of The Kill', 'Refresh The Demon,' 'Never, Neverland'
und 'Set The World On Fire' sowie natürlich dem obligatorischen
'Alison Hell' bestritten, was für ein Festival sicherlich nicht
die schlechteste Lösung war. Sänger David sprang wie vom
Skorpion gestochen auf der Bühne herum und versuchte auch immer
wieder, den Kontakt zum Publikum herzustellen. Leider läßt
sich nach diesem ersten Eindruck noch nicht mit Gewißheit
sagen, ob Bandleader Jeff Waters ein glückliches Händchen
bei seiner neuerlichen Sängerwahl hatte, denn gerade der Gesangssound
war bei ANNIHILATOR nicht optimal. Jeff Waters himself war trotzdem
bester Laune und sprang auf der Bühne herum, als wolle er Scott
Ian von ANTHRAX Konkurrenz machen (was er übrigens wirklich
tun kann, wenn er sich jetzt noch ein Ziegenbärtchen wachsen
läßt, die passenden Bermudas hat er jedenfalls schon...). Kai Wollwert
DOKKEN
Sehr gespannt war man im Vorfeld, mit welcher Besetzung DOKKEN überhaupt
in Balingen auftreten würden - und der gute Don konnte auch
diesmal wieder mit einer runderneuerten Truppe aufwarten! War zwar
etwas arrogant vom alten Herrn, daß er seine neuen Mitmusiker
nicht mal namentlich vorgestellt hat, was die beiden Frischlinge
jedoch nicht davon abhalten konnte, eine erstklassige Vorstellung
zu bieten. Allen voran Gitarrist John Devin, der zu 'Force Majeure'-Zeiten
mal bei DORO gerockt hat und schon 1998 bei DOKKEN als Lynch-Ersatz
im Gespräch war. Wieso Don den Kerl damals nicht gleich
verhaftet und statt dessen lieber mit Reb Beach, John Norum und
Alex DeRosso experimentiert hat, dürfte nach dem Balinger Auftritt
wohl kein Mensch mehr verstehen - denn was Devin hier abgezogen
hat, dürfte wohl die beste Lynch-Kopie aller Zeiten gewesen
sein! Vor allem beim halsbrecherischen 'Tooth And Nail'-Solo traf
er wirklich jede Note und sorgte reihenweise für offene Mäuler.
Dazu kam, daß DOKKEN sich ausschließlich ihrer Hits
der 80er bedienten, und wer 'Kiss Of Death', 'The Hunter', 'Into
The Fire', 'Breaking The Chains' und so weiter im Repertoire hat,
kann eigentlich nichts falsch machen. Das einzige Bandmitglied,
das DOKKEN noch austauschen müßte, wäre der Meister
himself. Seine stimmlichen Defizite hat er selbst schon erkannt
und umschifft die hohen Töne einigermaßen souverän.
Doch in Sachen Stageacting sollte der inzwischen 50jährige
sich bei seinem älteren Kollegen Dee Snider ein paar Tips holen,
denn nur mit dem Mikroständer zu wirbeln und ansonsten eher
gelangweilt auf der Bühne rumzustehen, ist nicht wirklich der
Bringer Martin Römpp
SODOM So
nervös wie schon lange nicht mehr waren die Ruhrpöttler-Jungs
von SODOM vor diesem Gig. Stand doch zu befürchten, daß
viele Fans die Thrash-Attacken des Trios nicht gerade mit Begeisterung
aufnehmen würden. Denn einerseits ist das Bang Your Head!!!
nicht unbedingt als Spielwiese für altgediente Lärmmeister
bekannt; andererseits kommt erschwerend hinzu, daß man sich
noch dazu in Süddeutschland befand, wo die SODOMisten immer
schon einen etwas schwereren Stand hatten. Egal, denn es kam, was
kommen mußte und so drosch das Trio völlig kompromißlos
alte und neue Tracks wie 'Sodomy And Lust', 'I Am The One' oder
'Der Wachturm' in das durchaus angetane Publikum. So bangte man
sich unter anderem durch den Kultsong 'Bombenhagel' und genoß
oder wunderte sich mehr oder minder über den Anblick von über
die Bühne robbenden Soldaten. Spätestens beim absoluten
Uralthit 'Outbreak Of Evil', der wegen eines technischen Defekts
zeitweise ohne Toms Baßtöne auskommen mußte, hatten
die infernalischen Drei gewonnen. Ich wette, sie kommen wieder! Sven Bernhardt
HAMMERFALL
Zum wiederholten Male durften die Schweden in Balingen aufrocken
und diesmal konnten sie sich sogar den Posten des Freitags-Co-Headliner
sichern. In den letzten Jahren kommt eigentlich kein Auftritt von
Joacim, Oscar und Co. ohne negatives Feedback aus. Seit ihrem von
ALLEN umjubelten Debüt (zurecht umjubelten, wie ich anmerken
darf) hat sich der Wind etwas gedreht und HAMMERFALL sind zur Lieblingshaßband
vieler Metalheads verkommen. Was ich eigentlich nicht so wirklich
nachvollziehen kann und auch der diesjährige Bang Your Head!!!-Gig
gab keinen großen Grund zur berechtigten Kritik,
obwohl wie gewohnt eher solider bis guter Livedurchschnitt geboten
wurde als eine Weltklasse-Performance (die wir ja am Samstag vom
Headliner erleben durften und die ich von HAMMERFALL eigentlich
nicht mehr erwarte). Große Teile des Publikums haben die fünf
sympathischen Schweden immer noch stark in ihr Herz geschlossen,
denn von der Publikumsreaktion her war der hohe Platz im Billing
mehr als gerechtfertigt. Die Setlist hätte ich zwar ein wenig
anders gestaltet (aber wer fragt mich schon - siehe OVERKILL), zwar
wurden mit 'Metal Age', 'Way Of A Warrior', 'Heeding The Call',
'A Legend Reborn' und vor allem dem grandiosen 'Crimson Thunder'
einige meiner HAMMERFALL-Faves geboten, aber 'Hearts On Fire' oder
'At The End Of The Rainbow' waren mir schon immer zu langweilig.
HAMMERFALL wie immer - so gut wie immer, so schlecht wie immer. Martin Brandt
DIO
Ganz offensichtlich wartete das Gros der Konzertbesucher vom Freitag
auf DIO, für den HAMMERFALL optimal eingeheizt hatten. So entlud
sich die Spannung beim Erscheinen des Hexenmeisters in ohrenbetäubendem
Gebrüll, mit 'Killing The Dragon' in ein schräges, aber
ehrliches Mitsingen mündend und bis zum Schluß des Auftrittes
nicht mehr endend - von 'Dream Evil' bis 'Evil Eyes'. Wer glaubte,
daß es nach 'Straight Through The Heart' in punkto Publikumsreaktion
keine Steigerung mehr geben konnte, sah sich getäuscht. Denn
als nach zehn Minuten der besondere Leckerbissen (weil selten in
seiner Setlist zu finden)
'Stargazer' erklang, hatte der Sangesgott bereits endgültig
gewonnen. Über Dios Stimme braucht man eigentlich keine Worte
mehr zu verlieren. Sie ist Legende und war an diesem Abend vielleicht
sogar noch einen Tick besser als sonst. Der nächste Titanensong
folgte mit 'Stand Up And Shout'. Es standen zwar schon alle, doch
der zweiten Aufforderung kamen sie gern nach und schienen sich die
Seele aus dem Leib brüllen zu wollen. Das solide und effektheischende
Schlagzeugsolo von Simon Wright brachte ein wenig Erholung für
zigtausend heisere Kehlen, die schließlich 'The Mob Rules'
bejubeln konnten. Im Anschluß an eine kraftvolle Version von
'Rock 'n' Roll' widmete der Sänger 'I Speed At Night' seinen
Freunden von MOTÖRHEAD. Wer die Version gehört hat, weiß
warum. Jimmy Bain, der im normalen Leben aussieht wie klinisch tot,
rockte sich kräftig einen ab, Keyboarder Scott Warren wob perfekte
Soundmuster, und Craig Goldy war glücklich
und perfekt bei der Sache. Selbstverständlich durften im Best
Of-Programm auch 'Heaven And Hell', 'Holy Diver', 'The Last In Line',
'Rainbow In The Dark' und 'We Rock' nicht fehlen. 'Man On The Silver
Mountain' mit dem eingebetteten 'Long Live Rock 'n' Roll' bildete
den krönenden Abschluß, dann hieß es: "Thank
you so bloody much!". Fast 100 Minuten verwöhnte der Magier
sein Publikum, da hätte höchstens noch ein Drache gefehlt.
Eine Reunion - gleich welcher Art - hat dieser Gott nicht nötig.
Im Vergleich zur Balingen-Show könnten das wohl ohnehin nur
Defizitmodelle werden. Sing mir 'nen Song, DU bist ein Sänger! Jörg Schulz
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:
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ROCK OF AGES-Festival
Am 30. und 31. Juli 2010 findet in Seebronn bei Rottenburg das fünfte ROCK OF AGES-Festival statt - mit FOREIGNER, GOTTHARD, GOLDEN EARRING, AXXIS und zahlreichen weiteren Bands sowie großem Rahmenprogramm für Familien. Weitere Informationen auf der ROCK OF AGES-Homepage.
Erziehungs-auftragsformular
Besucher unter 16, die ohne Eltern zum BYH!!!-Festival kommen möchten, können dies mit einer Begleitperson tun, die von den Eltern einen Erziehungsauftrag erhält.
Weitere Informationen dazu und ein entsprechendes Formular findet Ihr auf dieser Seite.
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