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BYH!!!-Impressionen auf YouTube
Noch steht unser eigener YouTube-Channel nicht - aber unser Freund Oliver "Bomber" Barth hat für Euch (und uns) schon einmal ein paar Impressionen vom BANG YOUR HEAD!!! 2009 zusammenge-schnitten.

BYH!!! Impressionen 2009 auf YuTube



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BYH-SAMSTAG, 30. Juni 2001


DEE SNIDER
STRATOVARIUS
MEGADETH
AXEL RUDI PELL
SIX FEET UNDER
COMPANY OF SNAKES
HELSTAR
ANVIL
SQEALER
EIDOLON
COURAGOUS


Es war wahrscheinlich der schwierigste Platz im gesamten Billing: Am Samstagmorgen vor zehn Uhr auf den Brettern und unten einige Standhafte, die am Tag zuvor schon von der gnadenlosen Sonne völlig ausgelaugt worden waren. Nichtsdestotrotz gaben die Gewinner des diesjährigen Nachwuchswettbewerbs der Rockfabrik Ludwigsburg Gas, um die Anwesenden zu überzeugen. Immerhin waren COURAGOUS das einzige unbeschriebene Blatt auf dem Festival. Frei nach dem Motto 'Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie' präsentierte die Rhein-Main-Connection sowohl Stücke von ihrer aktuellen CD 'Listen', sowie der kommenden Scheibe 'Remember'. Allen voran konnte Sänger Chris durch offensives Stageacting gefallen: Während der Rest der Band sich eher hinter seinen Instrumenten verkroch, ging er immer wieder nach vorne an den Rand der Bühne, um die Zuschauer direkt zu packen. Zwar hatten COURAGOUS nur eine Spielzeit von etwa 25 Minuten zur Verfügung, doch sie nutzen ihre Chance, sich in bestem Licht zu präsentieren. Da sich während des Auftritts von COURAGOUS immer mehr Zuschauer vor der Bühne versammelten und dort dann auch verweilten, konnte die Combo fraglos ein positives Resümee bezüglich ihres hypertrophierten Showcases-Gigs ziehen.
Stefan Glas

Obwohl sie schon seit vielen Jahren zu den Redaktions-Lieblingen gehören, haben es EIDOLON noch nie geschafft, ihre Songs mal in hiesigen Breitengraden leibhaftig unter das Volk zu mischen. Kein Wunder also, daß die Kanadier bis in die Haarspitzen motiviert waren und sich auch durch den teilweise etwas durchwachsenen Sound und die technischen Probleme nicht großartig aus dem Konzept bringen ließen. Mit 'Nightmare World' legte das Quartett um die Drover-Brüder gleich mächtig los, und wer Songs wie 'Forever Be Free', 'Lords Of Descecration' oder 'Feed The Machine' in der Hinterhand hat, kann eigentlich nicht viel falsch machen. Die mangelnde Bühnenerfahrung der Truppe konnte man höchstens daran erkennen, daß die Jungs den ihnen zur Verfügung stehenden Platz nicht wirklich ausgenützt haben - doch spielerisch gab es wahrlich nichts zu meckern, auch wenn ich mir vorstellen kann, daß die Feinheiten der teilweise doch recht vertrackten Parts in manchen Songs für Nicht-Fans schwer zu entwirren waren. Für die Anhänger der ersten Stunde gab es mit 'Zero Hour / In Visions Past' übrigens auch ein Medley aus alten Glanztaten zu bestaunen - wird Zeit, daß diese Scheiben auch bei uns den Weg in die Plattenläden finden! Insgesamt hieß es am Ende "Daumen hoch" für die Kanadier, die am heutigen Vormittag sicherlich den einen oder anderen neuen Fan gewonnen haben dürften - auch wenn die Show für Frontmann Brian Soulard gleichzeitig die Abschiedsvorstellung gewesen ist. An seiner gesanglichen Leistung dürfte das allerdings nicht gelegen haben, am mangelnden Charisma schon eher...
Martin Römpp


"Dicker Arsch und große Fresse - so ist der Hesse". Wer seine Plakate mit solchen Slogans verziert, der kann von mangelndem Selbstbewußtsein nicht reden. Noch dazu, wenn Sänger Henner als Running Gag oder aufgrund völliger Orientierungslosigkeit das Publikum mit "Hallo Wacken" begrüßte und später Fragen wie "Seid Ihr fit, Wacken?" oder "Ich kann Euch nicht hören, Wacken. Könnt Ihr noch lauter?" nachschob. Egal, das Volk nahm es mit Humor und bekam im Gegenzug eine Best Of-Setlist der beiden letzten Alben von SQUEALER geboten, die Songs wie 'The Eternity Of A Day', 'Nowhere To Hide', 'Friends For Life', 'The Final Daylight' und eine eigenwillige DEPECHE MODE-Coverversion 'Enjoy The Silence' anhielt und den meisten Anwesenden offensichtlich Spaß machte. Sogar um 11.30 Uhr. Als Bonus der besonderen Art wurde noch der Track 'Liar' von dem Zweitling 'Wrong Time, Wrong Place' dargeboten. War im letzten Jahr noch Mike Terrana Drummer bei SQUEALER, so griff man diesmal auf EDGUYs Fellgerber Felix Bohnke zurück, der seinen Job, wie der Rest der Truppe, mehr als ordentlich machte. Einzig und allein bleibt die Frage, was die Band mit dem zweiten Sänger erreichen will? Die H-BLOCKX des Heavy Metal werden? Hoffentlich nicht!
Sven Bernhardt


Kein Bang Your Head!!! ohne einen kräftigen Hieb Kanada-Metal! Während im letzten Jahr noch EXCITER unsere Ohren mit Ahornstahl zudröhnten, blieb es heuer Lips und seinen Mannen vorbehalten, den Fans deftiger Hausmannskost so richtig einen einzuschenken. Ein ANVIL-Gig hat für die Freunde der Kanadier so eine Art 'Dinner For One'-Effekt: Man weiß genau, was kommt, hat dennoch Spaß dran, freut sich und guckt es sich aller Vorhersehbarkeit zum Trotz immer wieder gerne an. Oder hätte ernstlich jemand erwartet, ANVIL würden nicht Alltime-Classix der Marke 'Forged In Fire', 'March Of The Crabs', oder 'Metal On Metal' spielen? No way! Besonders gelungen bei der ganzen Nostalgie-Chause war sicher die durch diverse Jam-Sessions, ähem, "monster"-mäßig in die Länge gewalzte Version von 'Mothra'. Während Lips in seiner unnachahmlichen Art die Fabel über das japanische Schreckenswesen aus dem Meer darbrachte, ging der Veteran nochmals richtig aus sich heraus und steckte mit seiner Freude an ANVIL und dem Metal an sich die Fans so richtig an. Als er dann endlich den ebenso unvermeidlichen als auch heißersehnten Vibrator rausholte, um seinem Instrument gar wunderliches Liedgut zu entlocken, war jedenfalls reihum erneut ein richtiges Stimmungshoch im Publikum auszumachen, was die Formation dann auch im weiteren Verlauf des Sets durch geschicktes Agieren am Köcheln zu halten wußte. ANVIL sind live immer eine Bank, darauf konnte man sich zum Glück auch diesmal wieder verlassen. Und auch wenn die letzten Studiowerke nicht mehr ganz an die frühen Klassiker herankommen - aber bei welcher Truppe ist das schon so? - versprüht alleine die ehrliche und ungekünstelte Art des offensichtlich in Charisma badenden Frontmanns ein einmaliges Feeling, welches ANVIL zu einem in echten Metallerkreisen immer und überall gerngesehenen Gast werden läßt.
Arno Hofmann

Für viele Power Metal-Fans ging an diesem Samstag im Juni ein Lebenstraum in Erfüllung. Nach über zehn Jahren konnte man HELSTARs göttliche Meisterwerke wieder durch eine deutsche Anlage schallen hören. Das letzte Mal waren die Texaner als Support von TANKARD 1989 in deutschen Gefilden zu sehen. Es wurde also wirklich Zeit, daß man wieder zu unsterblichen Klassikern wie 'Remnants Of War', 'Run With The Pack' oder 'Baptized In Blood' abbangen konnte. Im Vergleich zur unerreichbaren Clubshow am Freitag wurde das Set um 'Good Day To Die' und 'Burning Star' gekürzt, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Bei einem astreinen Sound legte die Band gleich mit 'Benediction' los und man konnte schon nach den ersten Klängen erkennen, daß die Jungs um Entertainer James Rivera perfekt aufeinander eingespielt sind. Und das, obwohl Joel, der Gitarrist von James PRIEST-Coverband, erst Anfang Juni mit der Band zusammen geprobt hat. Respekt. Da sollten sich andere Bands einmal ein Beispiel nehmen. Aber auch DESTINY'S END-Gitarrist Eric Halpern und die alten HELSTAR-Recken Russel DeLeon (Drums) und Jerry Abarca (Baß) konnten durch technische Perfektion glänzen. Gerade dem guten Jerry war auch anzumerken, welchen Spaß ihm dieser Auftritt bereitete, denn er strahlte vom ersten bis zum letzten Ton wie ein metallisches Honigkuchenpferd und bangte sich, wie schon in den 80ern auf diversen Videos zu sehen, wahrlich die Seele aus dem Leib. Der Blickfang war aber wie immer James Rivera. Der Mann singt die schwierigsten Passagen, als ob es nichts wäre, rennt dabei noch etliche Kilometer über die Bühne und hat immer ein Gespür für originelle Ansagen. Erstaunlich auch, daß sich während des Auftritts immer mehr Leute vor der Bühne versammelten und gegen Ende des Sets der Platz vor dem Mischpult komplett gefüllt war. Ich denke, daß die Texaner an diesem Tag sehr viele neue Fans gewonnen haben. Spätestens nach der genialen Halbballade 'Winds Of War' war auch der skeptischste Musikfreund überzeugt und die Band wurde schon fast frenetisch verabschiedet. Bleibt nur zu hoffen, daß die Band zusammen bleibt und uns neue Songs schenkt, denn in dieser Konstellation spielen HELSTAR jede andere Combo glatt an die Wand.
Oliver Weinsheimer

Nachdem die Altrocker von KROKUS letztes Jahr als einer der Gewinner von der Bühne gingen, dachte ich mir, daß COMPANY OF SNAKES einen ähnlichen Erfolg auf dem Bang Your Head!!! 2001 einheimsen könnten. Traditionell stieg die Band mit 'Come On' in ein Set voller alter WHITESNAKE-Klassiker ein. Wer die Band nicht kennt, muß natürlich wissen, daß hier mit Micky Moody, Bernie Marsden und Neil Murray mehr Original-WHITESNAKE-Mitglieder am Musizieren sind als bei den letzten COVERDALE-Touren. Leider stieg kurz vor der Tournee Altmeister Don Airey (k) aus und wurde durch einen mir unbekannten Nachfolger ersetzt. Dieser machte seine Sache allerdings sehr gut. Knackpunkt der Band ist immer wieder Sänger Stefan Bergren, dessen Stimme der von David Coverdale wie ein Ei dem anderen gleicht. Ich bin der Meinung, daß er seine Sache auch live sehr gut gemacht hat und vor allem recht locker mit dem Publikum kommuniziert hat. Eine Ohrenweide ist wie immer das Gitarrenspiel von Moody/Marsden, welche die Songs immer mit diversen, bluesigen Zwischenspielen auflockern und so immer wieder Erinnerungen an die 70er/80er Jahre wach werden lassen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sprang dann auch das Publikum auf die Band an, denn der einstige Nummer Eins-Hit 'Don't Break My Heart Again' wurde aus vielen hundert Kehlen mitgesungen. Ab da hatten die SNAKES zumindest bei den etwas älteren Festivalgängern gewonnen. Erfreulich auch, daß im Gegensatz zur vor kurzem erschienenen Live-CD auch 'Ain't No Love In The Heart Of The City' intoniert wurde. Absoluter Höhepunkt war logischerweise das unsterbliche 'Here I Go Again', bei dem sich sogar diverse Black Metaller in den Armen gelegen haben. Nachdem die letzten Touren von David Coverdale immer von der schlechten Vocalperformance des Meisters geprägt waren, sind die COMPANY OF SNAKES auch in Zukunft die bessere Alternative, zumal sich der Altmeister anscheinend sowieso in Rente begeben hat. In Balingen haben COMPANY OF SNAKES auf jeden Fall überzeugt, obwohl der Stimmungspegel von KROKUS vom letzten Jahr nicht ganz erreicht werden konnte.
Oliver Weinsheimer

Was sich bei KREATOR am Freitag schon abzeichnete, bestätigte sich eindrucksvoll beim Auftritt der ersten Death Metal-Band auf dem Bang Your Head!!!: Die Fans sind eindeutig froh, wenn das Billing des Festivals durch musikalisch etwas andersartige Bands aufgelockert wird. So entwickelte sich der Gig der Grabschänder um Grunz-Ikone Chris Barnes zu einem einzigen Siegeszug, und das, obwohl die Boys aus Florida keinen einzigen Song des letztjährigen Coveralbums 'Graveyard Classics' zum Besten gaben, nicht einmal 'TNT'! Denn auch so überzeugten die Popstars des Death Metal mit ihren alles niedergroovenden Hammersongs sicher auch etliche Zweifler. Zu der vorzüglichen Best Of-artigen Songzusammenstellung mit Highlights wie dem Opener 'Victim Of The Paranoid', 'Feasting On The Blood Of The Insane', 'War Is Coming', 'No Warning Shot', 'Sufferin' In Exstacy', 'Beneath A Black Sky', 'Human Target', 'Hacked To Pieces' oder 'Torture Killer' gesellten sich noch einige Songs vom kommenden Killeralbum 'True Carnage' wie 'The Murderers' oder 'Knife, Gun, Axe', die sich perfekt ins Gesamtbild einfügten. Daß der Sound erneut absolut erstklassig war, machte den Auftritt noch besser und tat sein Übriges dazu, daß nach dem abschließenden 'Lycanthropy'-Massaker nicht nur die Fans begeistert waren, sondern auch die Band deutlich ihren Spaß hatte. Ich denke, das Bang Your Head!!! ist bereit für Auftritte von Bands wie NAPALM DEATH, CANNIBAL CORPSE oder BOLT THROWER. Top!
Hage

Nachdem AXEL RUDI PELL im letzten Jahr seinen Auftritt beim Bang Your Head!!! leider hatte absagen müssen, machte er 2001 sein Versprechen wahr, Balingen kräftig einzuheizen. Mit der Mannschaft, die mittlerweile seit einigen Jahren bei ihm in Lohn und Brot steht, konnte da ohnehin nicht viel schiefgehen: Mike Terrana zerlegte in bekannter Manier äußerst fachmännisch das Drumset, so daß es die Stagecrew anschließend nicht mehr abbauen mußte. Es ist wahrlich faszinierend, dem Mann beim Kesselpauken zuzusehen! Basser Volker Krawczak, Wegbegleiter von AXEL seit STEELER-Tagen, der sich nach seinem Trip mit der Dortmunder Formation THE DUNE schließlich auch bei Axels Soloprojekt einfand, sorgte für den amtlichen, bodenständigen Groove. Daß Ferdi Doernberg einer der besten deutschen Keyboarder ist, wird bis in alle Ewigkeiten unbestritten bleiben. Beim Bang Your Head!!! glänzte er mit einer geilen Einlage, als er während eines Gitarrensolos sein Keyboard inklusive Ständer schulterte, zu Axel in die Mitte der Bühne stieß und beide miteinander duellierten. Damit transponierten sie quasi das uralte Blackmore/Lord-Gitarren/Keyboard-Duell für das neue Jahrtausend, was Axel, der aus seiner Bewunderung für Ritchie Blackmore nie einen Hehl gemacht hat, nur recht sein konnte. Letzter Mann in der PELLen-Truppe ist Sänger Johnny Gioeli, der zwar nie mit solch einem bekannten Namen wie die anderen PELL-Sänger (Charly Huhn, Rob Rock und Jeff Scott Soto) glänzen konnte, aber in Balingen bewies, daß er sich auch auf einer großen Bühne behaupten kann. Das Publikum war ohnehin aus dem Häuschen, da man mit 'Tear Down The Walls', 'Fool Fool', 'Carousel', dem Medley 'The Masquerade Ball/Casbah', 'Warrior', 'Snake Eyes' und dem STEELER-Traditional 'Call Her Princess' jede Menge Faves aus allen Lebenslagen eines AXELs RUDImentär herausPELLte. Ergo - alle waren glücklich, nur nicht der Rotschopf, der sich nun anschickte, die Bühne zu entern...
Stefan Glas

Daß MEGADETH wohl wieder für zwiespältige Reaktion sorgen würden, war mir eigentlich klar - auch wenn schon seit längerem Gerüchte über die wiedererstarkte Performance der Mannen um Chef-Exzentriker Dave Mustaine die Runde machten. Doch ehrlich gesagt war ich trotz aller Vorfreude baff erstaunt, wie tight und voller Spielfreude die Helden meiner Jugend zu Werke gingen. Ich weiß jedenfalls nicht, wann ich Mustaine zuletzt dermaßen energiegeladen über die Bühne sprinten gesehen habe - von seiner guten Laune ganz zu schweigen. Und eins muß man dem Rotschopf lassen - er hat noch nicht verlernt, wie man sich ordentlich die Rübe abschraubt, denn sein Bang-Pensum war am heutigen Tag enorm. Gut, daß die Vocals beschissen waren, wundert doch eigentlich keinen mehr - wer sich darüber bei einem MEGADETH-Gig noch aufregt, hat irgendwie den Schuß nicht gehört. Die Setlist konnte sich ebenfalls mehr als sehen bzw. hören lassen, denn neben den Standards wie 'Holy Wars', 'Reckoning Day', 'Symphony Of Destruction' und dem obligatorisch geilen 'Peace Sells' gab's auch gern gehörten Stoff wie 'In My Darkest Hour', 'Trust' oder 'Tornado Of Souls' zu hören. Auch das neue Material in Form von 'Moto Psycho' oder 'Return To Hangar' knallte ordentlich rein, was für die Qualität der aktuellen Scheibe spricht. Ein großes Lob zudem an Al Pitrelli, der es (bis auf den Akustikpart bei 'Holy Wars') perfekt geschafft hat, die Friedman-Soli zu kopieren, was wohl nicht nur mich äußerst positiv überrascht hat. Auch Jimmy DeGrasso hat endgültig bewiesen, daß er die schnellen Songs genauso gnadenlos herunterknüppeln kann wie seine Vorgänger, und Junior Ellefson trug mit seinem bewegungsfreudigen Stageacting ebenfalls dazu bei, daß eine Menge Leute diese MEGADETH-Show als absolutes Erlebnis gewertet haben. Jetzt wird's nur mal wieder Zeit für eine ordentliche Headliner-Show, denn in dieser Form sind MEGADETH wieder zu allem fähig!
Martin Römpp

Als vorletzter Act erstürmten alle anwesenden Timos mit ihrem Anhang unter tosendem Applaus die Bühne. STRATOVARIUS brachten nicht nur die erwartete Hitsammlung, die sie technisch tadellos und mit ordentlich Druck in die Menge droschen, sondern auch die erste Pyroshow des Festivals, die diesmal ohne irgendwelche Unfälle vonstatten ging (wir erinnern uns, daß STRATOVARIUS-Sänger Koltipelto sich im letzten Jahr in Wacken aufgrund der Pyros die Hand verbrannte. Und Drummer Jörg Michael hatte in unserem letzten Interview angekündigt, daß man den Sangesmann heuer komplett in die Luft sprengen wolle...). Das Feuerwerk evozierte ebenso dankbare Reaktionen der Fans, wie die Mischung aus Hits und neuen Songs selbst. Für die Fotografenschar hatten sich die arglistigen Veranstalter etwas besonderes ausgedacht: Jeder im Fotograben wurde mit einer roten Clownsnase ausgestattet, deren Tragfähigkeit allerdings gering war - das Teilchen hielt zumindest nicht auf meinem Geruchswerkzeug (und ich dachte, ich hätte eine Kartoffelnase... - Stefan). Na ja, weiter im Text: Die Jungs so hoch ins Billing zu setzen (nach MEGADETH), schien auf jeden Fall eine gerechtfertigte Entscheidung, denn bei praktisch jedem Track reckten sich überreichlich Hände gen Bühne, feierten die Fans und ließen sich über eine Stunde lang ordentlich in den Arsch treten. Ein würdiger Abschied für die Fünf, die vorerst ihre Schaffenspause fortsetzen werden, um sich Vaterfreuden, Soloplatten und ähnlichem zu widmen.
Sven Bernhardt & Stefan Glas

Nichts gegen die Herren von JUDAS PRIEST, aber auf die Frage, wer denn DER Headliner des Bang Your Head!!! war, kann es nur eine Antwort geben: Mister DEE Fuckin' SNIDER. Eben noch in New York, dann die versammelten Pressefritzen mit einer Spontanpressekonferenz abgespeist, drehte die ehemalige Oberschwester derartig auf, daß es kein Halten mehr gab! Mit seiner auf den legendären TWISTED SISTER basierenden perfekten Metalshow, verwüstete Mr. Rockstar himself Balingen bis in die letzte Reihe. Bereits mit den ersten Takten des Openers 'What You Don't Know' erlebte das Publikum Power pur. Nach dem Eröffnungssturm 'The Kids Are Back' und 'Stay Hungry', unterbrachen lediglich die gewohnt unterhaltsamen "Ansagen" bzw. Monologe des Zeremonienmeisters die enthusiastische Massenparty. Aber egal, ob er alte Zeiten und die Zusammengehörigkeit der Metalgemeinde beschwor, ob er Songs der Marke 'Under The Blade', 'I Am I'm Me' oder 'Burn In Hell' ansagte oder ob er den Sick Motherfuckers in der Balinger Menge huldigte - Dee Snider und seine Band wurden abgefeiert. Kein Wunder, ist Dee doch mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz gesegnet, die er glänzend mit der Energie eines zwanzigjährigen Newcomers zu verbinden weiß. So konnte nicht einmal der Lemmy gewidmete (und mit ihm komponierte) DESPERADO-Song 'Hardcore' die euphorische TWISTED SISTER-Glückseligkeit stören. Den absoluten Höhepunkt der Show bildete der achtziger Jahre-Hit 'We're Not Gonna Take It', dessen Refrain noch aus unzähligen Kehlen widerhallte, als der Track längst vorbei war. Solange, bis die Band endlich wieder ansetzte, was wohl Dee selbst überraschte. Mit von der Partie TWISTED-Altdrummer und -Manager in allen Belangen AJ Pero, der mit der restlichen Backingband die perfekte Druckplattform für den faszinierenden Frontmann bot. Als einziges Manko der Show bleiben lediglich Dees mangelnde Fähigkeiten als Wettergott zu bemängeln. Beim finalen 'SMF' goß es trotz seines gen Himmel gerichteten Flehens "Please not now!" wie aus gewaltigen Badewannen, so daß das abschließende Feuerwerk fast absoff. Wer noch Zweifel an meiner Eingangsfeststellung hat, dem sei gesagt, daß selbst die Backstage-Pressefritzen klatschnaß aber glücklich noch lange 'We're Not Gonna Take It' skandierten - und das, wo wir sonst doch alle so verwöhnt und degeneriert sind. Respekt!!!
Sven Bernhardt




FESTIVAL-RÜCKBLICK
BYH!!! 2001


Untitled Document
Die inoffizielle
BYH!!!-Hymne
Spätestens seit 2003 ist er einfach nicht mehr aus Balingen wegzudenken und wurde von den Bands zur Festivalhymne erhoben: TWISTED SISTERs Hit 'We're Not Gonna Take It'. Hier der offizielle Videoclip aus den 80ern:

YouTube-Video





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ROCK OF AGES-Festival
Am 30. und 31. Juli 2010 findet in Seebronn bei Rottenburg das fünfte ROCK OF AGES-Festival statt - mit FOREIGNER, GOTTHARD, GOLDEN EARRING, AXXIS und zahlreichen weiteren Bands sowie großem Rahmenprogramm für Familien. Weitere Informationen auf der ROCK OF AGES-Homepage.




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