VENOM - Der Teufel hat die besten Lieder!

Mit dem neuen Album ‘Fallen Angels’ haben VENOM ein teuflisch gutes Pfund in die dunkle Arena geschleudert. Kaum verwunderlich, daß der ultracoole Sänger und Bassist Cronos im Interview vor Selbstbewußtsein und Energie nur so strotzt. Das neue Line-up mit Dante an der Gitarre und Rage am Schlagzeug scheint den alten Haudegen geradezu zu beflügeln. Und so beantwortet Cronos auch heikle Fragen souverän und mit einer guten Portion Ironie.

Cronos, für mich ist die neue CD der stärkste VENOM-Output seit langem. Metalpunk Deluxe, gute Produktion und einige technische Feinheiten.

“Danke, freut mich, wenn es dir gefällt. Wir sind zurückgekehrt zu unserer alten Art aufzunehmen, keine Drum-Samples, Trigger und all das Zeug. Wir haben alles mit Dutzenden von Mikrophonen abgenommen, das ganze Drumkit, die Verstärker, wie bei einer Live-Show. Die Songs kommen auf diese Art schön roh und meiner Meinung nach sehr “Venomous” rüber.”

Ist das nach den vielen Turbulenzen und Besetzungswechseln ein Neustart für VENOM?

“Ja. Ich habe seit 2005 an der Feinabstimmung der Band gebastelt. Die Besetzung, die auf ‘Metal Black’ zu hören ist, war von vorneherein als Übergangslösung gedacht, auch auf Wunsch der beteiligten Mitmusiker. Es ging vor allem darum, VENOM überhaupt wieder zu etablieren. Der damalige Drummer, ein entfernter Verwandter von mir, war eher im Nu Metal zu Hause und auch deshalb auf Dauer nicht der Richtige für unseren Black Metal. Erst mit Rage, der 2006 kam und Dante, der 2009 einstieg und der den für VENOM idealen Rock-Drummer-Hintergrund hat, hatte ich ein dauerhaftes Line-up zusammen. Jetzt geht es vorwärts. Wir sind bereit für weitere dreißig Jahre, Mann!”

Etliche Songtitel auf ‘Fallen Angels’ habe ich schon bei anderen Bands gelesen. ‘Hammerhead’, ‘Pedal To The Metal’, ‘Punk’s Not Dead’ etwa. Ist das Zufall oder Absicht oder nimmst du das generell nicht so ernst?

“Das überrascht mich! Normalerweise klauen andere Bands bei uns, haha. Das ist reiner Zufall, denn ich schreibe ständig Musik und schaue nicht nach rechts oder links. Ich habe noch eine Million Ideen, glaub mir. Ich hab’s nicht nötig, irgendwo abzukupfern.”

Jürgen Lugerth

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