STEEL PANTHER - Sex, Drugs & Rock ‘n’ Roll

Ein Jahrzehnt lang waren STEEL PANTHER der absolute Geheimtip für jeden L.A.-Touristen - und seit ihrem offiziellen Debütalbum ‘Feel The Steel’ ist die Lieblingsband aller Feministinnen nun auch weltweit unterwegs, um ihre Version der Achtziger unter das lechzende Volk zu bringen.

Auf ‘Balls Out’ haben die Amis wieder etliche Hymnen und messerscharfe Rocker am Start, und mit ihrem Einstieg in die Top 40 der US-Billboard-Charts stehen STEEL PANTHER im wohlverdienten Scheinwerferlicht. Grund genug, bei Russ ‘Satchel’ Parrish durchzuklingeln, um den Gitarristen als erstes zum eben absolvierten England-Abstecher zu befragen, wo die Band die ‘Classic Rock Awards’ aufgemischt hat...

“Ist es nicht großartig? Dank moderner Technologie kann ich mit jemandem in Deutschland sprechen und mir gleichzeitig Internetpornos anschauen! Ach ja, die ‘Classic Rock Awards’ - großartige Sache, da waren so viele tolle Rocker. Wir standen neben den SCORPIONS, Lemmy war auch dabei, und Michael Monroe - der Typ muß ja schon über 60 sein, aber sein Make-up war so perfekt, daß er wie eine alte Frau aussah. Ich wollte ihn am liebsten flachlegen, und kam mir bei dem Gedanken nicht mal schwul vor!”

Wieso habt ihr eigentlich stellvertretend den Award für die FOO FIGHTERS entgegengenommen?

“Weiß ich auch nicht, aber ich hab das Ding bereits auf Ebay gestellt. Leider gibt es erst ein Gebot über 150 Dollar, und das ist von Dave Grohl - er wird den Preis also wohl ein zweites Mal gewinnen.”

Mit STEEL PANTHER steigt deine weltweite Popularitätskurve rasant an - doch hättest du dir träumen lassen, als du vor mehr als zehn Jahren die Vorläufer-Coverband DANGER KITTY gegründet hast, daß du mit dieser Sache eine langlebigere Karriere und größeren Erfolg haben würdest als zu Zeiten, als du mit Promis wie Jeff Pilson (WAR & PEACE) oder Rob Halford (FIGHT) gearbeitet hast?

“Nein, das hätte ich nie geglaubt. Als wir angefangen haben, hatte ich die Vision, geilen Metal mit den versautesten Texten zu machen - und es ist toll, bei unseren Konzerten die Mädels lauthals über unsere Schwengel singen zu hören und wo wir sie hinstecken sollen. Wir haben ja ziemlich lange unsere wöchentlichen Shows in Los Angeles und Las Vegas abgerissen, die immer noch ständig ausverkauft sind, und da spielen wir auch heute noch etliche Stücke anderer Gruppen. Doch inzwischen ist die Stimmung bei unseren eigenen Songs viel besser, als wenn wir eine BON JOVI-Nummer spielen - und das ist großartig! Als wir zum ersten Mal in Deutschland spielten, haben uns die Fans total umgehauen. Schon zwei Stunden vor unserer Show sangen sie unsere Lieder und übertönten dabei sogar die Musik aus der PA-Anlage - und das in einem Land, in dem wir nie zuvor aufgetreten sind. Das war verdammt cool.”

Martin Römpp

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