GOTTHARD - Die Schweizer wollen es nochmal wissen!

Die Schweizer Hardrock-Veteranen GOTTHARD mußten im Oktober 2010 mit dem tragischen Unfalltod ihres Sängers Steve Lee einen Schicksalsschlag erdulden, der das Ende der Band nicht unwahrscheinlich werden ließ. Gründungsmitglied und Bassist Marc Lynn kann heute dennoch wieder nach vorne schauen.

Dies ist eines der ersten Interviews nachdem ‘Firebirth’ fertig ist und zumindest von einigen Journalisten gehört wurde. Ist das nach all den Jahren auch für euch immer noch etwas Besonderes?

“Ja sicher, denn man fiebert die ganze Zeit im Studio auf diese Momente hin. Ich sage immer, das ist wie ein Kind bekommen. Ist es da, erzählst du allen wie hübsch es ist.”

Wie sind die ersten Reaktionen auf Nic Maeder ausgefallen? Ihr habt ja schon relativ früh, vor allem ohne daß es etwas zu hören gab, das Geheimnis gelüftet, wer neuer Sänger bei GOTTHARD wird.

“Die waren eigentlich zu unserer Überraschung fast alle positiv, klar sind da auch Stimmen gewesen, die das kritisch gesehen haben, aber GOTTHARD sind nie nur Steve gewesen. Er wurde wirklich von fast allen sehr positiv empfangen.”

Kanntet ihr denn Nic eigentlich schon vorher?

“Nein, wir kannten ihn nicht. Das ist besonders komisch, wenn du dann merkst, wie dich dieser Typ förmlich umhaut. Er kann die Nummern von Steve hervorragend singen, bringt aber selbstverständlich seine eigene Note mit ein und ist kein Anfänger, sondern jemand, der jahrelang die Clubs und Bühnen dieser Welt bespielt hat. Aber was das Wichtigste für uns war, ist die Tatsache, daß es menschlich paßt. Eine Band wie GOTTHARD ist wie eine Familie, mit der man ähnlich viel Zeit verbringt, und da muß es passen. Das war uns wichtiger, als daß er perfekt singen kann.”

Martin Stark

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