CIRITH UNGOL - Rettung in letzter Minute

Durch Platten wie ‘Frost And Fire’ und ‘King Of The Dead’ avancierten CIRITH UNGOL in den Achtzigern zu einer Kultband des US-Metal. 1992 löste sich die kommerziell erfolglose Kapelle auf. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage ist Mitte November die ursprünglich 2001 erschienene und längst vergriffene Raritäten-Compilation ‘Servants Of Chaos’ von Metal Blade wiederveröffentlicht worden. Als Bonus zu den beiden Original-CDs enthält die Neuauflage eine DVD mit einem Konzert von 1984. Wir befragten Sänger Tim Baker und Drummer Robert Garven getrennt voneinander über den Release und die Geschichte ihrer (ehemaligen) Gruppe.

Wie stolz seid ihr auf die Tatsache, daß euch Metal-Fans auf der ganzen Welt knapp 20 Jahre nach eurer Trennung immer noch nicht vergessen haben?

Garven: “Das macht mich natürlich froh, denn wir haben hart an den Platten gearbeitet. Ich höre mir unsere eigene Musik selten an, aber wenn ich es tue, dann empfinde ich immer noch starke Gefühle. Mich überrascht es nicht, daß Leute, die sich für klassischen Metal interessieren, die Alben immer noch wichtig finden.”

Baker: “Mir erscheint das manchmal unglaublich. Ich bin sehr stolz auf das, was wir erschaffen haben, und auch darauf, daß wir sogar einige Bands beeinflußt haben.”

Welche Erinnerungen habt ihr an die Show auf der Bonus-DVD im Wolf & Rissmiller’s Club in Reseda?

Garven: “Wie bei den meisten Gigs damals haben wir für eine andere Band eröffnet. Wir hatten nur einen kurzen oder gar keinen Soundcheck, eine Toilette als Garderobe und bescheidene Möglichkeiten, was PA und Licht anging. Die Aufnahmen hatten einen sehr schlechten Ton, weil alles mit einer einzigen Kamera aufgenommen wurde, die in den oberen Rängen stand. Unglaublicherweise habe ich eine Kassette vom selben Konzert gefunden, dessen Ton zum Video hinzugefügt wurde. Er paßte nicht exakt mit dem vom Video überein, aber nach ein bißchen Arbeit hat es einigermaßen hingehauen. Ich denke, die finale Version ist hervorragend im Vergleich zur Originalqualität. Natürlich muß man immer bedenken, mit welch primitiver Technik das alles aufgezeichnet wurde.”

Tim, als ‘Servants Of Chaos’ 2001 erschien, warst du gegen die Veröffentlichung. Hast du deine Meinung inzwischen geändert?

“Ich hatte nie etwas gegen ‘Servants Of Chaos’”, bestreitet der Sänger. “Ich war nur mit persönlichen Dingen beschäftigt und hatte keine Zeit, an dem Teil mitzuwirken. Diesmal habe ich Robert aber unterstützt, um die DVD wahrwerden zu lassen, und sie ist toll geworden!”

Alexander Kolbe

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