|
HELLOWEEN: Die Macht von der Elbe Es ist schon merkwürdig, daß HELLOWEEN im Ausland Legendenstatus besitzen, während sie in Deutschland nach wie vor sehr kritisch beäugt werden. Daran wird auch ‘Unarmed’, das Jubiläumsalbum zum 25. Wiegenfest der Hamburger nichts ändern, lehnen sich Deris, Weikath & Co. bei den Neueinspielungen einiger Klassiker doch extrem weit aus dem Fenster. Bassist Markus Großkopf sieht das wie üblich extrem entspannt und gibt in der Bar eines Hamburger Hotels bereitwillig und wortreich Auskunft. Markus, mit ‘Unarmed’ habt ihr einmal mehr ein extrem mutiges Album eingespielt, das sicherlich polarisieren wird. “Das kann schon sein, aber genau eine solche Platte wollten wir halt machen. Zu unserem 25. Geburtstag wollten wir den Fans etwas ganz Besonderes präsentieren, was wohl auch ganz gut geklappt hat. Zunächst wollten wir ein reines Akustikalbum einspielen, was uns dann aber zu langweilig war, weshalb wir die Idee mit dem Orchester umgesetzt haben, um die Platte abwechslungsreicher zu gestalten.” ‘Unarmed’ läuft als eine Art Best Of-Album. War es unter diesem Gesichtspunkt sehr problematisch, die richtigen Songs auszuwählen? “Ob das jetzt unsere besten Songs sind, kann man sicherlich diskutieren, aber wir haben halt die ausgewählt, die für viele Fans sehr wichtig sind. Außerdem mußten sich die Nummern natürlich für die neuen Arrangements eignen.” Wie seid ihr an die einzelnen Stücke herangegangen? Einige Songs erkennt man tatsächlich erst nach einigen Augenblicken wieder. “Da wir selbst mit den Songs so vertraut sind, war es manchmal sehr hilfreich, daß wir Hilfe von außen bekommen haben. Wenn man manche Stücke seit zehn oder mehr als 20 Jahren spielt, fällt es einem sehr schwer, sich neue Arrangements auszudenken. Aus diesem Grund haben wir ja diverse Gäste auf dem Album, die aus vollkommen anderen Bereichen kommen und uns deshalb auf die Sprünge helfen konnten. Der Percussionist Nippy Noya oder der Gitarrist Andreas Becker, der ansonsten für Peter Maffay spielt, haben natürlich einen vollkommen anderen Background als wir, weshalb es total erfrischend ist, sie auf dem Album zu haben.” Habt ihr euch bei der Auswahl der Gäste denn auch Körbe geholt? “Eigentlich nicht, wobei wir mit einem Musiker, der mitmachen sollte, nicht klargekommen sind. Derjenige hat bei jedem Vorgespräch nur über Geld geredet, so daß uns klar war, daß er nicht mit dem Herzen dabei ist. Natürlich hat jeder Musiker auf dem Album Geld für seine Arbeit erhalten, aber es ist halt der falsche Weg, wenn jemand gar nicht über Musik, sondern nur über die Bezahlung redet. Mit denjenigen, die letztendlich dabei waren, lief das alles ganz locker und unproblematisch.” Die Umsetzung der einzelnen Songs ist wirklich gelungen, dabei teilweise regelrecht abgefahren. Die Idee, ‘I Want Out’ mit einem Kinderchor einzuspielen, ist wirklich wunderbar selbstironisch. “Schön, daß du das so siehst, denn genau das ist die Idee dahinter. Die Leute sagen doch ohnehin immer, daß wir Kinderlieder schreiben, weshalb es nur konsequent ist, eines der Lieder zusammen mit Kindern zu singen.”
Der
vollständige Artikel ist
nachzulesen im aktuellen HEAVY Nr. 127 - jetzt im
Handel! |